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Telekom und Siemens machen Zukunftsmusik: "T-KidPad"

25.04.2001
Ein gemeinsam von der Telekom und Siemens entwickelter Webpad-Prototyp könnte Kindern im Alter von sechs bis elf Jahren als Spiel-, Lern- und Kommunikationsplattform dienen.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Rahmen ihrer Gemeinschaftsstudie "Joy of Use 2005" haben die Deutsche Telekom und Siemens ein auf die Bedürfnisse von Kindern zugeschnittenes Webpad entwickelt. Der auf den Namen "T-KidPad" getaufte Prototyp, der die bereits realisierbaren Möglichkeiten des Informationszeitalters verdeutlicht, könnte Kindern im Alter von sechs bis elf Jahren als Spiel-, Lern- und Kommunikationsplattform dienen.

Die Benutzung des Geräts ist denkbar einfach. Das Kind loggt sich per Fingerabdruck-Sensor individuell in das Gerät ein. Anschließend erscheint die persönliche Benutzeroberfläche, die durch die Eltern oder einen Befugten konfiguriert wurde. Dabei können beispielsweise die Websites, auf die die Kinder zugreifen dürfen, von den Erziehungsberechtigten vorher festgelegt werden. Die Bedienung des T-KidPads erfolgt über den Touchscreen. Zu einem späteren Zeitpunkt ist zudem die Steuerung über Sprache geplant. Mit einem Fingertipp auf die entsprechenden Menü-Symbole am Bildschirm können die kleinen Anwender auf die gewünschten Internet-Seiten zugreifen. Das Gerät ist mit einer kugelförmigen Kamera ausgestattet, mit der Filme gedreht oder Fotos gemacht werden können.

Ferner ist das Telefonieren mit dem Gerät möglich. Tippt das Kind auf das Telefonsymbol und beispielsweise die Figur "Mama", so baut sich die Verbindung zur Mutter auf. Weitere Funktionen beinhalten die Unterstützung beim Surfen durch einen Web-Assistenten in Form eines Zauberers, einer Katze oder einer guten Fee.

Wann und ob der T-KidPad in den Handel kommen soll, konnte ein Telekom-Sprecher gegenüber der COMPUTERWOCHE noch nicht sagen. Denkbar wäre die kommerzielle Vermarktung in einem mittelfristigen Rahmen. Das auf der CeBIT 2001 angekündigte Pendant für Erwachsene, das "T-Sinus-Pad", hingegen soll voraussichtlich ab Juni für rund 2250 Mark erhältlich sein. Das Gerät kann sowohl über ISDN als auch T-DSL in Verbindung mit entsprechender Zusatz-Hardware auf das Internet zugreifen.