Niederländische Holding

Telekom-Umbau beflügelt Spekulationen um Verkauf von T-Mobile USA

17.01.2014
Eine Neuorganisation bei der Deutschen Telekom hat Spekulationen neue Nahrung gegeben, der Bonner Konzern wolle sich von dem Mobilfunkanbieter T-Mobile USA trennen.

Die Telekom hatte ihre amerikanische Tochter von einer deutschen auf eine niederländische Holding übertragen, wie aus einer US-Börsenmitteilung hervorgeht. Ein Analyst merkte dazu gegenüber "re/code" an, die Niederlande hätten bei einem Verkauf günstigere steuerliche Regeln. Ein Telekom-Sprecher sagte dazu am Donnerstag, dies sei ein "rein interner Vorgang zur Vereinfachung der Beteiligungsstruktur". Bei europäischen Gesellschaften in Ungarn oder der Slowakei sei das auch schon geschehen. Zu den Verkaufsspekulationen selbst nahm das Unternehmen keine Stellung.

John Legere, Chef von T-Mobile USA
John Legere, Chef von T-Mobile USA
Foto: T-Mobile USA

Unbestätigten Medienberichten zufolge sind sowohl der japanische Kommunikationskonzern Softbank, dem bereits der US-Mobilfunker Sprint gehört, als auch der Satellitenfernsehbetreiber Dish interessiert. Die Telekom hatte bereits versucht, T-Mobile US an den Rivalen AT&T zu verkaufen. Das Geschäft war jedoch an den Wettbewerbshütern gescheitert. Anschließend fusionierte T-Mobile US mit dem regionalen Anbieter MetroPCS und wird seitdem an der Börse gehandelt. Die Telekom hält noch 66,8 Prozent. (dpa/tc)