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Telekom öffnet neue Geldtöpfe

16.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um ihre Liquidität zu stärken, will die Deutsche Telekom eine Anleihe mit einem Volumen von bis zu zwei Milliarden Dollar begeben. Wie das Bonner Unternehmen mitteilte, wird der Bond über die niederländische Finanztochter Deutsche Telekom International Finance ausgegeben. Die Emission soll in zwei Tranchen erfolgen, einer 10-jährigen Anleihe mit einem Volumen von 1,25 Milliarden Dollar sowie einer fünfjährige Tranche mit einem Gesamtumfang von 750 Millionen Dollar. Die Netto-Verschuldung des Unternehmens erhöhe sich dadurch nicht, erklärte die Telekom.

Außerdem gab der magentafarbene TK-Riese am heutigen Mittwoch bekannt, dass er seinen verbliebenen 40-Prozent-Anteil am TV-Kabelnetz in Baden-Württemberg verkauft habe. Dieses gehöre nun zu 100 Prozent einem Konsortium unter der Führung der New Yorker Private-Equity-Firma Blackstone Group. Angaben zum Verkaufspreis machte die Telekom nicht. Marktbeobachter rechnen jedoch damit, dass bei dem Deal ein hoher zweistelliger Millionen-Dollar-Betrag den Besitzer wechselte.

Aktuell besitzt die Telekom noch 45 Prozent am Kabelnetz in Nordrhein-Westfalen und 35 Prozent an dem Netz in Hessen. Auch von diesen will sich das Bonner Unternehmen in Kürze trennen. (mb)