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Telekom nimmt SMS-Gebührenerhöhung teilweise zurück

22.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Protesten von Politikern und Verbraucherschützern über die angekündigte Preiserhöhung bei SMS (Computerwoche online berichtete) machte die Telekom gestern einen teilweisen Rückzieher: Konzernchef Ron Sommer erklärte, dass die neuen Tarife zwar eingeführt werden, parallel blieben jedoch die alten Preismodelle weiterhin gültig. So kann ein Neukunde ab dem 1. Februar in den Tarifen "Telly" und "Protel" zwischen einer Kombination aus niedrigeren Grundgebühr und hohem SMS-Preis oder dem bisherigen Grundpreis mit der günstigen SMS-Gebühr von acht Cent wählen. Ab Mai oder Juni will T-Mobile außerdem günstige SMS-Pakete für drei, fünf oder zehn Euro anbieten, mit denen sich bis zu 100 Kurzmitteilungen versenden lassen.

In der allgemeinen Entrüstung wurde übersehen, dass die Kurznachricht via Handy bei den T-Mobile-Konkurrenten auch nicht unbedingt günstiger ist: Die anderen Netzbetreiber hatten bereits in der Vergangenheit von der Öffentlichkeit unbemerkt ihre SMS-Preise erhöht. So zahlt der Nutzer des Tarifs "Genion Starter" bei Viag Interkom 20 Cent pro SMS. Beim großen T-Mobile-Konkurrenten D2 Vodafone sind im Modell "D2 Sun" 19,8 Cent pro Kurzmitteilung fällig. Auch der Markteinsteiger Quam lässt sich die SMS mit 19 Cent entlohnen. Selbst bei Mobilcom, dort suggeriert der Tarif "SMS Power" günstige Kurzmitteilungen, zahlt der Kunde 18 Cent pro SMS, allerdings sind 50 Kurznachrichten gratis.