Telekom muss vor Gericht klein beigeben

30.09.1994

MUENCHEN (CW) - Die Telekom ist im Rechtsstreit mit der Frankfurter Worldcom Telecommunications Services GmbH vor dem Landgericht Frankfurt zunaechst unterlegen. Das Postunternehmen hatte gegen eine einstweilige Verfuegung des US-Billiganbieters von Auslandsgespraechen geklagt.

Die deutsche Worldcom-Tochter hatte den Bonnern vorgeworfen, im Rahmen ihres Dienstes "Ausland Spezial" durch unzulaessige Vermischung von Monopol- und Wettbewerbsleistungen mit Dumping- Angeboten die Konkurrenz quasi aus dem Markt draengen zu wollen (siehe CW Nr. 30 vom 29. Juli 1994, Seite 10). Die Telekom kuendigte nun ihrerseits an, in die Berufung zu gehen. Worldcom- GmbH-Chef Horst Heider insistierte indes erneut beim Bundesministerium fuer Post und Telekommunikation. Die Frankfurter Telekom-Konkurrenten hatten dort in dieser Angelegenheit wiederholt Rechtsaufsichtsbeschwerde eingelegt; zu einer formellen schriftlichen Abmahnung der Ricke-Mannschaft konnte sich die Boetsch-Behoerde bis dato jedoch nicht durchringen.