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Telekom muss Immobilien erneut abwerten

20.12.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Deutsche Telekom bei ihrem Immobilienbesitz abermals eine deutliche Wertberichtigung nach unten vorgenommen. Der Buchwert der knapp 12.000 konzerneigenen Grundstücke müsse um weitere 900 Millionen Mark reduziert werden und belaufe sich nun auf acht Milliarden Mark, sagte Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick gestern in Bonn. Nach Abschluss der Neubewertung aller Grundstücke, an der mehr als 400 Gutachter unter Federführung von Karlheinz Küting, dem Direktors des Instituts für Wirtschaftsforschung, beteiligt waren, hätten sich gleichzeitig stille Reserven in Höhe von 2,8 Milliarden Mark ergeben. Der Wiederbeschaffungswert des Immobilienvermögens liege damit bei 10,8 Milliarden. Dies bestärke die Telekom, "dass auch das Ergebnis der pauschalen Bewertung, die der Eröffnungsbilanz vom 1.Januar 1995 zugrunde lag, in Ordnung ist", so Eick. Ähnlich äußerte sich

Küting: Es gebe keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass die Jahresabschlüsse des Konzerns nicht den Vorschriften und gesetzlichen Normen entsprechen, sagte er bei der Vorstellung der Bewertungsergebnisse in Bonn.

Erst im Februar dieses Jahres hatte der Bonner Konzern eine Neubewertung seines Grundstücksvermögens vorgenommen, was eine Korrektur der Bilanz um 3,9 Milliarden Mark nach unten zur Folge hatte. Daraufhin stellte die Aktionsgemeinschaft geschädigter T-Aktionäre gegen Telekom-Chef Ron Sommer und den Unternehmensvorstand Strafanzeige wegen möglicher Bilanzfälschung (Computerwoche online berichtete). (jw)