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Telekom legt vorläufige Neunmonatszahlen vor

31.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Deutsche Telekom hat vorläufige Eckdaten für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2001 veröffentlicht. Demnach konnte der Konzern seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahr um zirka 20 Prozent auf rund 35 Milliarden Euro steigern. Mit konsolidiert sind hier Einnahmen von rund 1,5 Milliarden Euro der neuen US-Tochter Voicestream. Das EBITDA-Ergebnis (vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum "im zweistelligen Prozentbereich" gestiegen, teilt der Bonner Carrier weiter mit.

Der Gewinn vor Abschreibungen und UMTS-Kosten betrage 1,6 Milliarden Euro. Hier wurden aus dem Verkauf von Sprint-Anteilen 1,9 Milliarden Euro sowie aus der Veräußerung des Kabelgeschäfts in Baden-Württemberg 0,5 Milliarden Euro erzielt. Dafür machte sich der Beteiligungsbuchwert der France Télécom mit 0,4 Milliarden Euro negativ bemerkbar. Die Goodwill-Abschreibungen beziffert die Telekom mit 1,8 Milliarden Euro (plus 125 Prozent gegenüber 2000), die UMTS-Kosten mit 0,9 Milliarden Euro nach 0,4 Milliarden im Vorjahr - macht unterm Strich einen Verlust von 1,1 Milliarden Euro.

Kleinere Fortschritte erzielte der ehemalige Staatsmonopolist beim Abbau seiner Schuldenlast. Diese konnte von 71 Milliarden Euro zum Ende des zweiten Quartals um 5,8 auf 65,2 Milliarden gedrückt werden. Gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres sanken die Nettoverbindlichkeiten nach Bereinigung der Voicestream-Neukonsolidierung von 55,4 auf 52 Milliarden Euro.

Die Zahl der Festnetzanschlüsse (inklusive ISDN) stieg zu Ende September im Jahresvergleich um drei Prozent auf 55 Millionen. Die Zahl der DSL-Anschlüsse stieg seit Ende 2000 um 133 Prozent auf 1,4 Millionen. T-Online International verzeichnet mittlerweile 9,8 Millionen Nutzer; knapp 580.000 von ihnen nutzen die DSL-Flatrate. Beim Mobilfunk ging es inklusive der ausländischen Mehrheitsbeteiligungen um 46,7 Prozent auf 49,3 Millionen (anteilige) Kunden aufwärts.