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Telekom findet Interessenten an Funksparte

28.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Obwohl offiziell noch gar nicht zum Verkauf ausgeschrieben, stößt die Antennensparte der Deutsche Telekom offenbar auf reges Interesse. Presseberichten zufolge erwägt unter anderem ein Konsortium des US-Beteiligungsunternehmens Carlyle Group mit dem britischen Risikokapitalgeber Apax Partners einen Kauf der Deutsche Funkturm GmbH (DFMG. Daneben hätten sich weitere potenzielle Käufer bei der US-Investment-Bank Morgan Stanley, die die Telekom in dieser Angelegenheit berät, gemeldet. Der Bereich, der rund 18.000 Funkstandorte von einzelne Mobilfunkantennen auf dem Hausdach bis hin zu 100 Meter hohen Fernsehtürmen umfasst, könnte nach Schätzung von Branchenkennern je nach vereinbarten Konditionen zwischen einer und vier Milliarden Euro in die Kassen des Bonner TK-Konzerns spülen.

Um ihren Schuldenberg zu senken, erwägt die Telekom seit längerem, sich von der Tochtergesellschaft zu trennen und anschließend einen Teil der Standorte zur weiteren Nutzung zurückzumieten. Konzernchef Kai-Uwe Ricke hatte Anfang Januar eingeräumt, dass die DFMG allerdings auf einer langen Liste von möglichen Verkäufen stehe. Dies bedeute jedoch nicht unbedingt, dass die Beteiligung auch tatsächlich verkauft werde. (mb)