Wallet?

Telekom erwägt Partnerschaft mit Google für mobiles Bezahlen

03.07.2012
Die Telekom könnte sich für ihre Pläne zum Bezahlen mit dem Smartphone einem Medienbericht zufolge auch eine Partnerschaft mit Google vorstellen.
Die Wallet-App von Google braucht ein Handy mit NFC; die Telekom setzt mit Mastercard auf SIM-Karten mit NFC-Erweiterung.
Die Wallet-App von Google braucht ein Handy mit NFC; die Telekom setzt mit Mastercard auf SIM-Karten mit NFC-Erweiterung.
Foto: Google

"Wir sind in Gesprächen mit anderen Anbietern in diesem Markt, und selbst eine Kooperation mit Google ist theoretisch möglich", sagte Telekom-Manager Thomas Kiessling der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Die Telekom sei in Gesprächen mit dem Internetkonzern. Details darüber, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte, nannte er nicht. Google wollte gegenüber Bloomberg zu den Gesprächen keine Stellung nehmen.

Die Telekom hatte am Montag ihre Pläne für eine "digitale Brieftasche" vorgestellt. Bis 2016 erwartet das Unternehmen, dass mehr als 30 Prozent aller Transaktionen kontaktlos über das Smartphone erfolgen werden. Herzstück der Ambitionen ist eine Partnerschaft mit dem Kreditkarten-Anbieter Mastercard . Noch in diesem Jahr sollen Nutzer mit ihrem Handy an weltweit mehr als 33 Millionen Mastercard-Akzeptanzstellen bezahlen können.

Derzeit wollen viele Unternehmen das mobile Bezahlen voranbringen. Während die Telekom die Bezahlfunktion auf der SIM-Karte des Handys integriert, bietet Google derzeit in den USA sein "Google Wallet" über eine App an. Kooperationen mit anderen Telekom-Unternehmen, um die Infrastruktur für die mobile Brieftasche zu standardisieren, machten dagegen nur mittelfristig Sinn, sagte Kiessling. "In vielen Bereichen sollte man nicht auf Standards warten, denn das ist der Grund, warum die Telekommunikationsunternehmen eine Serie von Innovationen in den letzten zehn Jahren verpasst haben." (dpa/tc)