300.000 Kunden betroffen

Telekom beschleunigt Umstieg auf IP-Telefonie mit Kündigungen

01.10.2014
Die Deutsche Telekom beschleunigt den Umstieg zum Telefonieren über das Internet in einigen Regionen mit Kündigungen der bestehenden Verträge.

Es gehe vor allem um die ersten Netze mit dem besonders schnellen VDSL-Internet, die in 53 Städten eingerichtet worden seien, sagte der zuständige Telekom-Manager Ingo Hofacker der dpa. Betroffen seien rund 300.000 Kunden. Der beschleunigte Umstieg habe mit der Einführung der neuen Vectoring-Technik für schnelleres Internet zu tun.

Überdimensionaler Ethernet-Stecker auf dem CeBIT-Stand der Telekom 2014
Überdimensionaler Ethernet-Stecker auf dem CeBIT-Stand der Telekom 2014
Foto: Thomas Cloer (CC BY-SA 2.0)

Die Telekom habe sich in Verträgen mit Großkunden verpflichtet, diese Anschlüsse bis Ende 2016 erreichbar zu machen. Insofern müsse der Migrationsprozess einschließlich möglicher Kündigungen jetzt gestartet werden, da sonst der Zeitpunkt 2016 nicht zu schaffen sei. Die Bundesnetzagentur betonte, die Umstellung gehe auf eine unternehmerische Entscheidung der Telekom zurück. "Es gibt keine regulatorischen Vorgaben dafür, dass die Telekom eine solche Umstellung vornehmen oder binnen eines bestimmten Zeitraums vornehmen muss", erklärte Vizepräsident Wilhelm Eschweiler.

Bei der IP-Telefonie werden Gespräche in Form von Datenpaketen über das Internet verschickt. Das Telefon wird dabei direkt in den Internet-Router eingestöpselt. Den Kunden entstünden dabei unter Umständen höchstens Kosten für einen neuen Router. Dafür seien die neuen Tarife aber in der Regel günstiger als bei den vor einigen Jahren abgeschlossenen Verträgen.

Die Telekom will zum Jahr 2018 die Netze in ganz Deutschland auf IP-Telefonie umstellen. Derzeit gebe es rund 3,5 Millionen Kunden, die über das Internet telefonieren, pro Woche kämen bis zu 60.000 dazu. Die Probleme in der IP-Telefonie, die es in den vergangenen Monaten gegeben hatte, seien inzwischen behoben. (dpa/tc)