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Telekom benennt erstmals Ertragsziele für die vier Divisionen

19.03.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Deutsche Telekom hat erstmals einzelne Prognosen für die vier Geschäftsbereiche T-Mobile, T-Com, T-System und T-Online ausgegeben. Zu den Aussichten, wann der Carrier nach seinem Rekordverlust von 24,8 Milliarden Euro im Vorjahr in die Gewinnzone zurückkehrt, wollte sich die Führung aber nicht äußern.

Konzernchef Kai-Uwe Ricke erwartet, dass T-Mobile USA im laufenden Jahr vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) einen Gewinn von über einer Milliarde Euro erzielt und damit ihre EBITDA-Plus im Vergleich zu 2002 (524 Millionen Euro) mehr als verdoppelt. Insgesamt soll der operative Profit der Mobilfunksparte in diesem Geschäftsjahr auf 5,9 bis 6,4 Milliarden Euro ansteigen. Eigenen Angaben zufolge hat Ricke im vergangenen Jahr bewusst bei einem EBITDA-Plus von fünf Milliarden Euro auf die Bremse getreten, um im laufenden Jahr in das weitere Kundenwachstum investieren zu können.

Zu dem für 2003 anvisierten Konzern-EBITDA in Höhe von 16,7 bis 17,7 Milliarden Euro (2002: 16,3 Milliarden Euro) soll die profitable Festnetzsparte rund 60 Prozent beisteuern. Wie das Bonner Unternehmen prognostiziert, wird T-Com seinen operativen Profit von zehn bis 10,4 Milliarden Euro steigern - im vergangenen Jahr hatte der Bereich inklusive der Erlöse aus dem TV-Kabel-Verkauf ein EBITDA von 10,2 Milliarden Euro erzielt. T-Systems soll den Konzernberechungen zufolge einen Betriebsgewinn von 1,15 Milliarden auf 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro erhöhen, T-Online wie im Vorjahr ein EBITDA-Plus von 200 Millionen Euro erwirtschaften.

Konzernchef Ricke betonte, dass man bei den Prognosen auf alle Eventualitäten vorbereitet sei, einschließlich der Situation im Irak. Um sicher zu stellen, dass die vier Unternehmenssäulen die Vorgaben erfüllen, plant er unter anderem, zunächst nur 80 Prozent der geplanten Investitionen vorzunehmen. Der Vorstandsvorsitzende bekräftigte erneut seine Pläne, den Schuldenberg der Telekom bis Jahresende auf 49,5 bis 52,3 Milliarden Euro zu senken. (mb)