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Telekom-Affäre: Gerüchte um Ermittlungen gegen Finanzministerium

27.07.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Ermittlungen der Bonner Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Überbewertung des technischen Anlagevermögens der Deutschen Telekom werden angeblich auf das Bundesfinanzministerium (BMF) ausgedehnt. Dies will die "Financial Times Deutschland" (FTD) aus Kreisen der Staatsanwaltschaft und der Telekom erfahren haben. Die Anklagebehörde prüfe derzeit, ob das technische Anlagevermögen in der Telekom-Eröffnungsbilanz am 1. Januar 1995 unter Beteiligung von Wirtschaftsprüfern, der Telekom und des Eigentümers BMF zu hoch bewertet wurde, berichtet das Blatt. Dabei gehe es um einen möglichen Fehlbetrag in der Größenordnung von etwa 21 Milliarden Mark. Das Finanzministerium hat inzwischen erklärt, solche Ermittlungen gebe es nicht.

Die Bonner Staatsanwaltschaft hatte Anfang des Monats ihre laufende Untersuchung in Sachen Falschbewertung des Immobilienvermögens der Telekom auch auf das technische Anlagevermögen ausgeweitet (Computerwoche online berichtete).