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Telegate kann Defizit deutlich senken

05.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Münchner Telefonauskunftsdienst Telegate AG konnte im ersten Geschäftsquartal 2003 trotz rückläufiger Umsätze seine Ergebnissen verbessern: Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum von 300.000 auf 2,9 Millionen Euro. Unterm Strich schrieb das Unternehmen zwar einen Verlust, dieser sank jedoch von 3,3 Millionen auf 300.000 Euro. Dank eines freien Cashflows von 1,8 Millionen Euro gelang es Telegate, seine Schulden weiter zu reduzieren. Gegenüber dem Vorjahresquartal verminderten sich die Nettoverbindlichkeiten von 64,7 Millionen auf 22 Millionen Euro.

Die Telefonauskunftei verbuchte im aktuellen Berichtszeitraum einen Umsatzrückgang von 30,6 Millionen auf 26,5 Millionen Euro, als Gründe dafür nannte Telegate die Aufgabe des nicht profitablen US-Geschäfts sowie den starken Wettbewerb in Deutschland. Dagegen vermelden die Münchner Fortschritte bei der Expansion nach Großbritannien und Spanien. Die Ländergesellschaften sollen bereits im laufenden zweiten Quartal erste relevante Beiträge zum Umsatz beisteuern. Für das Gesamtjahr erwartet das im Prime Standard notierte Unternehmen laut früherer Prognose einen operativer Gewinn von bis zu 15 Millionen Euro. (mb)