In Lateinamerika

Telefonica machen weiter Wechselkurse zu schaffen

31.07.2014
Der spanische Telefonkonzern Telefonica kämpft weiter mit den schwachen Wechselkursen in seinen wichtigen Märkten in Lateinamerika.

Auf dem spanischen Heimatmarkt bleibt die Situation angespannt. Hier sank der Umsatz im zweiten Quartal um gut neun Prozent, wie der Konzern am Donnerstag in Madrid mitteilte (PDF-Link). Konzernweit gingen die Erlöse um 12 Prozent auf 12,73 Milliarden Euro zurück. Lateinamerika ist der größte Markt für die Spanier, in Brasilien gab es aber im Vergleich zum ersten Quartal erste Anzeichen einer Besserung. Der Umsatzrückgang wurde gebremst.

Telefonica-Zentrale in Madrid
Telefonica-Zentrale in Madrid
Foto: Telefonica

Auch der operative Gewinn litt deutlich und sackte um 15 Prozent auf 4,13 Milliarden Euro ab. Unter dem Strich verbuchte Telefonica dennoch ein Plus von knapp fünf Prozent auf 1,21 Milliarden Euro. Die Spanier zahlten deutlich weniger Steuern als vor einem Jahr. Mit den Zahlen schnitten die Spanier beim Gewinn besser als erwartet ab, beim Umsatz lagen sie im Rahmen der Erwartungen. Die Ziele für das laufende Jahr bestätigte Telefonica.

Cesar Alierta, Chef von Telefonica
Cesar Alierta, Chef von Telefonica
Foto: Telefonica

Die deutsche Tochter, der O2-Mobilfunknetzbetreiber Telefonica Deutschland, hat bereits am Mittwoch Zahlen vorgelegt. Der vor der Fusion mit E-Plus stehende Anbieter fuhr in den drei Monaten bis Juni einen Verlust von 24 Millionen Euro ein. Der Umsatz bröckelte wegen des scharfen Preiswettbewerbs weiter um 4,4 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro ab. (dpa/tc)