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Telefónica übertrifft Gewinnerwartungen

01.03.2006
Der spanische TK-Konzern hat den Gewinn 2005 kräftig gesteigert. Dem Unternehmen halfen dabei die starken Geschäfte der tschechischen Tochter Cesky Telecom, in Lateinamerika sorgten die übernommenen Mobilfunk-Aktivitäten von BellSouth für Wachstum.

Wie Telefónica am Mittwoch in Madrid mitteilte stieg der Überschuss um 25 Prozent von 3,18 Milliarden Euro auf 4,45 Milliarden Euro. Analysten hatten mit einem Nettogewinn zwischen 4,21 und 4,39 Milliarden Euro gerechnet.

An der Börse stieg die Aktie um 0,8 Prozent auf 13,05 Euro. Die Ergebnisse seien gut, aber bei der Dividende von "mindestens 50 Cent" sei mehr erwartet worden, sagte ein spanischer Händler. Außerdem seien die Ergebnisse nach den Zahlen der Mobifunktochter Moviles bereits erwartet worden. Sorgen bereiten Analysten, dass der geplante Verkauf des Telefonbuchanbieters TPI neuerliche Zukäufe nach sich ziehen könnte. Telefónica hatte vor kurzem die Mehrheit am britischen Mobilfunkkonzern O2 für 26 Milliarden Euro übernommen.

Beim Umsatz steigerte sich Telefonica von 30,28 auf 37,88 Milliarden Euro, verglichen mit Analystenprognosen von 37,62 und 38,30 Milliarden Euro. Mit einem Umsatzplus von 25 Prozent lag das im EuroSTOXX 50 notierte Unternehmen über der eigenen Prognose eines Anstiegs von mindestens 15 Prozent.

Der operative Gewinn vor Abschreibungen (Oibda), eine spezifisch spanische Kennzahl, legte um 25 Prozent auf 15,28 Milliarden Euro zu. Analysten hatten hier zwischen 14,95 und 15,09 Milliarden Euro erwartet. Die Oibda-Marge lag quasi unverändert bei 40,3 Prozent.

Zum Jahreswechsel stand Telefonica vor einem Schuldenberg in Höhe von 30,067 Milliarden Euro, verglichen mit 23,694 Milliarden ein Jahr zuvor. Im vierten Quartal erhöhte sich der Überschuss um 51,6 Prozent auf 1,192 Milliarden Euro bei einem Umsatzanstieg um 27,5 Prozent auf 10,480 Milliarden Euro. Der Oibda verbesserte sich um 39,7 Prozent auf 4,331 Milliarden Euro. (dpa/mb)