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Telecom Italia senkt Umsatz und Nettoverschuldung

06.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dem TK-Konzern Telecom Italia gelang es im ersten Quartal, seinen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,8 Prozent auf 1,87 Milliarden Euro zu steigern. Das EBITDA-Plus legte immerhin um 0,9 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zu. Bei Nettoergebnis und Umsatz verbuchten die Italiener dagegen einen Rückgang. Der Überschuss sank im Jahresvergleich von 721 Millionen auf 503 Millionen Euro, nachdem das in Rom ansässige Unternehmen im Vorjahresquartal zusätzliche Erlöse aus dem Verkauf von Vermögenswerten erzielt hatte.

Die Einnahmen schmolzen um rund zwei Drittel auf 7,13 Milliarden Euro. Laut Unternehmensangaben wurde der Umsatz durch negative Währungseinflüsse in Lateinamerika und insbesondere Brasilien gedrückt. Außerdem seien die Erlöse aus inzwischen verkauften Geschäftsbereichen weggefallen. Wechselkursverluste abgezogen, hätte Telecom Italia jedoch seine Einnahmen in den weitergeführten Bereichen um 6,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal erhöht. Laut Reuters-Umfrage lagen die Quartalszahlen im Rahmen der Analystenerwartungen. Darüber hinaus gelang es dem TK-Konzern, seine Nettoverschuldung in den ersten drei Monaten um rund zwei Milliarden auf 16,08 Milliarden Euro zu reduzieren.

Die Mobilfunktochter Telecom Italia Mobile (TIM) steigerte ihren operativen Quartalsgewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum um knapp acht Prozent auf 897 Millionen Euro. Dank der guten Geschäfte in Italien legten die Einnahmen um 4,7 Prozent auf 2,62 Milliarden Euro zu, ohne Währungsverluste in Brasilien und Venezuela hätte TIM sogar einen Wachstum von 15,4 Prozent erzielt.(mb)