Seltsame Bettgenossen

Teilen sich Microsoft, Apple, EMC und Oracle die Novell-Patente?

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Die 882 nicht von Attachmate gekauften Novell-Patente teilen sich offenbar ein paar Firmen, die man nicht gemeinsam in einem Boot erwartet hätte.
Der gemeinsame Antrag von Microsoft, Apple, EMC und Oracle beim Bundeskartellamt
Der gemeinsame Antrag von Microsoft, Apple, EMC und Oracle beim Bundeskartellamt

Neben Microsoft, das als Käufer bereits seit der Novell-Attachmate-Ankündigung bekannt war, handelt es sich um Apple, EMC und Oracle, wie unter anderem "Ars Technica" berichtet. Das geht aus einem gemeinsamen Antrag der Unternehmen ausgerechnet beim deutschen Bundeskartellamt hervor, wo die Zulassung der Patentverwertungsgesellschaft CPTN Holdings LLC geprüft wird.

Was genau dahinter steckt, ist derzeit noch unklar - Patentklagen sind in der Hightech-Branche ja alles andere als ungewöhnlich. "FOSS Patents" ist zumindest schon aufgefallen, dass mit Microsoft, Apple und Oracle drei der CPTN-Teilhaber Patentklagen gegen Google angestrengt haben, die sich gegen das von dem Internet-Riesen initiierte Open-Source-Betriebssystem Android für Smartphones richten.

Erst vor drei Tagen war durchgesickert, dass sowohl Apple als auch Google zu einer Reihe von Unternehmen gehören, die gerade Patente des bankrotten kanadischen TK-Ausrüsters Nortel vor allem aus den Bereichen 3G/4G-Mobilfunk aufzukaufen versuchen. Nach einer ersten Bieterrunde hat Nortel entschieden, diese Patente in sechs verschiedene Gruppen aufzuteilen und sie keinem Interessenten in toto zu überlassen.