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Technik soll Privatsphäre von Handy-Nutzern schützen

20.01.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Forscher der zu Lucent Technologies gehörenden Bell Labs entwickeln eine Technologie, die die Privatsphäre von Handy-Nutzern schützen soll. Dabei gilt es, gewünschte Lokalisierungsdienste wie zum Beispiel die Ortung eines Nutzers im Notfall oder Stadtführer, die die nächstgelegene Sehenswürdigkeit anzeigen, von unerwünschten Tracking-Services zu trennen, über die sich der Standort beliebiger Handy-Besitzer ausfindig machen lässt. Solche Dienste bieten bereits verschiedenen Provider unter der Bezeichnung "Freunde finden" an - in Deutschland zum Beispiel O2.

Die Bell-Technologie soll es ermöglichen, über Regeln Nutzergruppen zu definieren, die eine Ortung vornehmen können - zum Beispiel Rettungsdienste und Familienmitglieder. Andere Mobilfunkteilnehmer können den Standort jedoch nicht lokalisieren. Eine weitere Möglichkeit ist, die Schärfe der Ortung je nach Nutzergruppe zu definieren. So könnten zum Beispiel der Rettungsdienst und die Familie den genauen Standort ermitteln, während Geschäftspartner nur erfahren, dass sich der Teilnehmer in einem bestimmten Bundesland aufhält.

Die Technik ist voraussichtlich 2005 marktreif und wird auf der Fachmesse 2004 IEEE International Conference on Mobile Data Management (MDM 2004) vorgestellt, die zurzeit im kalifornischen Berkeley stattfindet. (lex)