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TDS rutscht in die roten Zahlen

02.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die TDS Informationstechnologie AG hat im dritten Quartal 2004 trotz gestiegener Einnahmen ein gegenüber dem Vorjahr deutlich schlechteres Nettoergebnis verbucht: Nach vorläufigen Berechnungen verbesserte der Neckarsulmer IT-Dienstleister seinen Umsatz gegenüber dem dritten Quartal 2003 von 21,2 Millionen auf 24,9 Millionen Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte zwar im Jahresvergleich leicht von 383.000 auf 500.000 Euro zu. Unter dem Strich fiel jedoch ein Nettofehlbetrag von 1,7 Millionen Euro an, verglichen mit einem leichten Plus von 65.000 Euro im dritten Quartal 2003.

Als Grund für den Ergebniseinbruch nannte TDS insbesondere einmalige Sonderkosten aus dem Verkauf der belgischen Tochtergesellschaft sowie der Sparte Systemintegration und Development (SI & D). Das Unternehmen hatte sich von den Bereichen getrennt, um sich im Consulting-Geschäft auf die Prozessberatung auf Basis von SAP-Lösungen sowie den Bereich Dokumenten-Management-Systeme und Archivierung zu fokussieren.

Angesichts der fortgesetzten Restrukturierungsaufwendungen für das Consulting-Geschäft rechnet das Unternehmen damit, die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr nicht zu erreichen. TDS hatte zuvor eine Ebit-Marge von fünf Prozent bei 116 Millionen Euro Umsatz in Aussicht gestellt. Nach den ersten drei Quartalen verbucht das Unternehmen bei Erlösen von 72,5 Millionen Euro einen operativen Gewinn von 2,1 Millionen Euro. Das entspricht einer Ebit-Marge von knapp 2,9 Prozent.

Die endgültigen Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht TDS am 11. November. (mb)