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TDC-Großaktionär lehnt Übernahmeangebot von Finanzkonsortium ab

09.01.2006
Die Übernahmeofferte von Finanzinvestoren für den dänischen Telekomkonzern TDC stößt auf Widerstand.

Der Pensionsfonds ATP sprach sich am Wochenende gegen eine Annahme des Angebotes aus. ATP kontrolliert 5,5 Prozent von Dänemarks führender Telefongesellschaft, die über Talkline auch in Deutschland präsent ist.

Das Unternehmen könnte langfristig einen höheren Wert als den gebotenen Übernahmepreis erwirtschaften, sagte ATP-Sprecher Bjarne Graven Larsen. Nötig seien dafür allerdings weitere Kosteneinsparungen sowie der Verkauf von Randbeteiligungen. Die Offerte der Finanzinvestoren sei unattraktiv, sagte der Sprecher. Das Angebot läuft noch bis Donnerstag und muss von 90 Prozent der Aktionäre angenommen werden.

Ein Konsortium um die Finanzinvestoren Apax und Blackstone hatte Ende November über das Vehikel Nordic Telephone Company ein Übernahmeangebot über 76 Milliarden dänische Kronen (umgerechnet 10,2 Milliarden Euro) für TDC vorgelegt. Die Führung des Telekomkonzerns hatte sich hinter die Offerte gestellt und den Aktionären die Annahme des Angebots empfohlen. Am Montag bekräftigte das Management die Empfehlung. Die Konzernführung nehme die Ablehnung von ATP zur Kenntnis, sehe allerdings keinen Grund, ihre Haltung zu ändern.

TDC ist sowohl im Festnetz- als auch im Mobilfunkgeschäft aktiv und verfügt über eine Reihe von Tochtergesellschaften in Europa. Im Jahr 2004 kam der Konzern auf einen Umsatz von 5,86 Milliarden Euro und einen Überschuss von 1,18 Milliarden Euro.

Der Aktienkurs von TDC gab im frühen Handel deutlich nach. Der Titel verbilligte sich an der Kopenhagener Börse um 22 dänische Kronen oder 5,8 Prozent auf 356 Kronen. (dpa/tc)