Streit um Uber

Taxiverband weist Forderung nach Deregulierung der Branche zurück

16.10.2014
Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband BZP hat im Streit um Fahrdienste des Anbieters Uber die Forderung nach einer völligen Deregulierung des Gewerbes zurückgewiesen.

"Das Taxigewerbe ist Teil des öffentlichen Personennahverkehrs", erklärte Michael Müller, Präsident des BZP am Mittwoch. Insbesondere in ländlichen Gebieten sei das Taxi der einzig verbliebene Mobilitätsgarant rund um die Uhr. "Um dieses auch in Zukunft für die Bevölkerung zu erhalten, bedarf es der Regulierungen im Personenbeförderungsgesetz."

Das Taxigewerbe sei Teil des ÖPNV und bedürfe der Regulierung, sagt der BZP.
Das Taxigewerbe sei Teil des ÖPNV und bedürfe der Regulierung, sagt der BZP.
Foto: Fabian Börner via Wikimedia Commons

Der ehemalige Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) hatte am Dienstag in einem Blog des ehemaligen "Wirtschaftswoche"-Chefredakteurs Roland Tichy die Notwendigkeit der Regulierung der Branche grundsätzlich infrage gestellt. Ramsauer, Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaft und Energie im Deutschen Bundestag, rede damit einem Konzern das Wort, der "eine millionenschwere Schattenwirtschaft aufbaut", so Müller.

Der Streit zwischen Uber und dem Taxigewerbe entzündet sich vor allem daran, dass Uber-Fahrer teilweise keine Konzession nach dem Personenbeförderungsgesetz besitzen und somit der Wettbewerb verzerrt werden könnte. (dpa/tc)