iPhone, iMac, Macbook Pro

Taugt Apple für Unternehmen?

Jan-Bernd Meyer betreut als leitender Redakteur Sonderpublikationen und -projekte der COMPUTERWOCHE. Auch für die im Auftrag der Deutschen Messe AG publizierten "CeBIT News" ist Meyer zuständig. Inhaltlich betreut er darüber hinaus Hardware- und Green-IT- bzw. Nachhaltigkeitsthemen sowie alles was mit politischen Hintergründen in der ITK-Szene zu tun hat.   
Ist die Strategie des Springer Verlags, komplett auf Apple-Systeme umzustellen, auf andere Unternehmen übertragbar? IT-Verantwortliche winken ab.

Als der Vorstandsvorsitzende des Axel Springer Verlags, Mathias Döpfner, im vergangenen Jahr medienwirksam via Youtube die IT-Strategie des Unternehmens und den kompletten Schwenk auf Apple-Hard- und Software verkündete, wurde das mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit verfolgt. Viele "Will-auch-haben"-Kommentare äußerten Zustimmung zu dieser Entscheidung. Allerdings muss hier eine wesentliche Einschränkung gemacht werden: Bei den Apple-Aficionados, die ihrer Begeisterung über den Springer-Deal freien Lauf ließen, handelte es sich fast ausschließlich um Privatkonsumenten. IT-Verantwortliche aus deutschen Konzernen hielten sich zurück. "Eine Initialzündung für andere Branchen, auf Computer mit dem Apfel-Logo umzustellen, bewirkte der Springer-Deal nicht", bestätigt Techconsult-Analystin Verena Bunk.

Schick reicht nicht als IT-Strategie

Verena Bunk, Techconsult: "Apple hat sich im Industriebereich und im Handel nicht durchgesetzt.
Verena Bunk, Techconsult: "Apple hat sich im Industriebereich und im Handel nicht durchgesetzt.
Foto: Techconsult

Bunk bestätigt das, was man schon früher und auch nach dem Springer-Coup immer vermutet hatte: "Es gibt zwar Tätigkeitsfelder und Branchen, in denen sich der Mac im Business-Einsatz schon seit Jahren behauptet - daran hat sich wenig geändert." Vor allem Anwender, die sich als Grafik-Dienstleister verdingen oder die im Design-, Werbe- und Filmgeschäft tätig sind, nutzen Macs aufgrund der Funktionalität, Performance und Stabilität des Mac-OS-Betriebssystems nach wie vor im großen Stil - andere Firmen weniger. "Apple ist zwar mit seinen Macbooks und weiteren Produkten sehr erfolgreich im Privatkundengeschäft unterwegs. Als Beschaffungsalternative im gewerblichen Sektor sind die Hardwareprodukte - bezogen auf den Gesamtmarkt - aber noch eine vernachlässigbare Größe", sagt Axel Oppermann, Advisor bei der Experton Group.

"Ein breiter Einsatz in anderen Segmenten, wie beispielsweise im Industriebereich oder im Handel, ist bisher nicht erfolgt", resümiert auch Bonk.