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Talkline verabschiedet sich von der "letzten Meile"

06.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Elmshorner Talkline GmbH, eine Tochter des dänischen Carriers TDC, will nicht länger in Teilnehmernetzanschlüsse, die so genannte "letzte Meile", investieren. "Die aktuelle Regulierungspolitik und die Wettbewerbsbehinderung durch die Deutsche Telekom lassen profitable Investitionen nicht mehr zu", klagt Geschäftsführer Klaus Rasmussen.

Das übrige Festnetzgeschäft mit Preselection und Call-by-Call wollen die Elmshorner weiterführen, Kunden mit bestehendem Direktanschluss will man "Vertragsalternativen anbieten". Die von der Restrukturierung betroffenen 180 Mitarbeiter sollen möglichst in andere Unternehmensbereiche wechseln. Entlassungen sind aber aus Sicht des Betriebsrats, mit dem gerade verhandelt wird, unvermeidlich. Über die Zahl der davon Betroffenen konnte ein Firmensprecher noch keine näheren Angaben machen.

Talkline schreibe seit einigen Monaten schwarze Zahlen. In einer aktuellen Pressemitteilung meldet das Unternehmen für sein zweites Quartal auf Basis von 321,5 Millionen Euro Umsatz einen EBITDA-Gewinn (vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) von 7,25 Millionen Euro. Angaben zum Nettoergebnis wollte der Firmensprecher nicht machen.