Kunden investieren vermehrt in kurzfristige Projekte

Taktik dominiert wieder

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und stellt regelmäßig Rechtsurteile vor, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Anzeige  Die Prioritäten der Anwender in Hinsicht auf Business Intelligence (BI) haben sich verschoben: Kurzfristige Ziele und möglichst auch Erfolge stehen jetzt wieder im Mittelpunkt der IT-Manager. Anbieter wie Oracle reagieren jetzt auf diesen neuen Trend.
"Große und unternehmensweite Datawarehouse-Integrations-Projekte sind aus wirtschaftlichen Gründen in manchen Fällen gefährdet", so die Einschätzung von Analyst Curt Monash.
"Große und unternehmensweite Datawarehouse-Integrations-Projekte sind aus wirtschaftlichen Gründen in manchen Fällen gefährdet", so die Einschätzung von Analyst Curt Monash.

Oracle hat jetzt als Teil der Produkt-Linie Exadata eine abgespeckte Version der gemeinsam mit Hewlett Packard entwickelten HP Oracle Database Machine vorgestellt. In Oracle’s Data Warehouse Insider Blog verspricht das Unternehmen "ähnliche Skalierbarkeit und Performance-Merkmale" wie die vollständige Version. Allein besteht diese aus acht HP DL360 Datenbank-Servern, vier InfiniBand-Switches und eine Storage Server Grid mit 14 Servern und diversen Software-Produkten. Im neuen Paket ist jeweils die Hälfte drin.

Oracle-CEO Larry Ellison spricht laut computerworld.com von der aufregendsten Produkt-Familie "seit vielen, vielen Jahren". Hochleistungs-Performance mit geringeren Zutrittsschranken, lautet die Formel, die eine Reaktion auf einen allgemeinen Trend zu sein scheint. Im firmeneigenen Blog heißt es von Oracle, dass man mit dem neuen Angebot auf deutlich wahrnehmbare Kundenwünsche reagiert habe. Die Anwender können und wollen bekanntlich auch weniger Geld ausgeben. Laut offizielle Preisliste kostet die neue Version an Hardware 350000 US-Dollar, für das umfassendere Paket fallen 650000 Dollar an.

Strategische Projekte gefährdet

"Große und unternehmensweite Datawarehouse-Integrations-Projekte sind aus wirtschaftlichen Gründen in manchen Fällen gefährdet", ordnet Analyst Curt Monash die Oracle-Initiative ein. "Kleinere, taktischere Projekte, die sich schneller rechnen, sind davon weniger betroffen." Auf dem Anbieter-Markt reagiere das Unternehmen damit auf wachsende Konkurrenz, denn jüngst hätten sich im von Oracle beherrschten Segment der hochwertigen Großkunden neben Teradata auch weitere Anbieter etabliert.