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Tagmastore bald auch im Midrange?

13.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Es hat den Anschein, als würde Hitachi Data Systems (HDS) eine Midrange-Version seiner Virtualisierungstechnik entwickeln, die gegenwärtig in das Highend-Array "Lightning Tagmastore" integriert ist. "Hitachi hat traditionell seine Technik genommen und down-market bewegt. Das haben wir früher so gemacht, und das machen wir auch weiterhin", orakelte Senior Director John Mansfield auf Anfrage von "Computerwire".

Damit wäre für viele Kunden ein Nachteil von Tagmastore aus dem Weg geräumt - der hohe Einstiegspreis nämlich, der zwar laut Hersteller nur um zwei bis drei Prozent über dem konventioneller Lightnings, aber immer noch im Bereich von 200.000 bis 300.000 Dollar liegt. Hitachis Virtualisierungssoftware läuft auf dem Controller der Arrays, was der Hersteller mit Datenintegrität und -Durchsatz begründet.

Bei IBMs "SVC" allerdings läuft die Virtualisierungssoftware auf einem Appliance, was einen deutlich geringeren Einstiegspreis zur Folge hat, den sich auch mittelgroße Kunden leisten können - Big Blue hat seine Lösung inzwischen auch schon über 1000 Mal verkauft. Auch EMCs kommender "Storage Router" wird günstiger werden als Hitachis bisheriges Angebot, weil er auf Smart Switches installiert wird (vorgestellt wird er vermutlich zur Anwenderkonferenz von EMC im kommenden Monat in New Orleans).

Derweil hat HDS seinen Management-Tools ein Update spendiert. Unter anderem gibt es einen neuen "HiCommand Tiered Storage Manager". Dieser soll es erlauben, Daten ohne jede Unterbrechnung oder Downtime zwischen verschiedenen Tiers zu verschieben (wobei Hitachi gleich selbst einräumte, dass das eigentlich jedes konkurrierende Produkt auch können sollte). Softek ließ dann auch prompt verlauten, seine Software erlaube solche sanften Migrationen bereits seit 1996.

Wichtigster Vorteil seiner neuen Lösung ist laut HDS die Möglichkeit, die Anwendungsleistung anhand von Host-, Fabric- und Array-Response-Zeiten zu überwachen und zu analysieren. Das gestatte ein viel tieferes Verständnis der Leistung des jeweiligen Tiers, so der Hersteller. "Das ist das erste Produkt, das QOS-mäßiges Management gestattet, wenn sich die Anwendungsnutzung mit der Zeit ändert", erklärte Mansfield. (tc)