W3B-Umfrage

Tablets können Mobile Commerce zum Durchbruch verhelfen

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Die letzte Grenze zur weiten Welt des Einkaufens ist einer aktuellen Studie der Marktforscher von Fittkau & Maaß gefallen - dank mobiler Endgeräte wie Smartphones und Tablets.

Shopping sei nicht nur jederzeit, sondern nun auch an (fast) jedem Ort möglich, schreibt Fittkau & Maaß in einer Pressemitteilung. Die Besitzer internetfähiger mobiler Endgeräte wüssten die Unabhängigkeit von Zeit und Raum durchaus zu schätzen.

Ausgesprochen viele Besitzer mobiler Endgeräte setzen diese demnach bereits ein, um sich gezielt über Produkte und Preise zu informieren: Mehr als jeder Vierte ruft mindestens einmal pro Woche per Internet-Handy, Smartphone oder Tablet-PC Preisinformationen ab. Informationen über Produkte nutzt sogar jeder Dritte mindestens wöchentlich mit seinem mobilen Gerät. Insgesamt machen über 60 Prozent aller Personen, die internetfähige mobile Geräte besitzen, von der Möglichkeit Gebrauch, mobile Preis- oder Produktinformationen abzurufen.

Der Anteil der Personen, die auch tatsächlich mobil einkaufen, fällt im Vergleich zu diesen hohen Werten freilich geringer aus. Trotzdem hat immerhin schon jeder Zweite Erfahrungen beim Mobile Commerce gesammelt. Und einer von acht Besitzern gibt an, mindestens einmal pro Woche etwas mit Hilfe seines mobilen Endgerätes online zu bestellen. Es sind auf der anderen Seite nur wenige Besitzer von Internet-Handys, Smartphones und Tablet-PCs, die sich gar nicht für das mobile Einkaufen interessieren: Ihr Anteil liegt laut Fittkau & Maaß bei nur 14 Prozent.

Was die Affinität zum Mobile Shopping angeht, scheint es der Umfrage nach eine einfache Regel zu geben: Je größer das Display, desto größer das Kaufinteresse. Während unter den Besitzern von internetfähigen Mobiltelefonen sieben Prozent mindestens einmal pro Woche etwas mobil einkaufen, sind es unter den Smartphone-Besitzern doppelt so viele, nämlich 14 Prozent. Von den Tablet-Besitzern gibt sogar fast ein Drittel an, wöchentlich im mobilen Web einzukaufen. iPads und andere Tablets schaffen somit den Brückenschlag zwischen klassischem und mobilem Internet und bieten damit das Potential, dem Mobile Commerce zum Durchbruch zu verhelfen.

Beim Mobile Commerce entscheiden sich die kaufinteressierten Nutzer zumeist für ähnliche Produkte wie im klassischen Onlinehandel: So finden besonders häufig Bücher (55 Prozent), Fahr-/Flugtickets bzw. Reisen (51 Prozent) sowie Musik (43 Prozent) ihren Weg in die Online-Warenkörbe mobiler Einkäufer. Kleidung und Mode hingegen wird im mobilen Internet vergleichsweise selten nachgefragt. Nur 23 Prozent der befragten Besitzer internetfähiger Handys, Smartphones oder Tablet-PCs möchten diese Produkte über ihr mobiles Endgerät erwerben.

Die immer einfachere und intuitivere Bedienbarkeit von Smartphones und Tablet PCs trage offensichtlich Früchte, bilanzieren die Marktforscher. Die neuen Formafaktoren ließen die Grenzen zwischen dem altbekannten, "klassischen" Internet und dem Mobile Web verschwimmen - die Erfolgsgeschichte des Mobile Commerce könne beginnen.