Enterprise Mobility

Tablets bei Mittelständlern wenig gefragt

Dr. Andreas Schaffry ist freiberuflicher IT-Fachjournalist und von 2006 bis 2015 für die CIO.de-Redaktion tätig. Die inhaltlichen Schwerpunkte seiner Berichterstattung liegen in den Bereichen ERP, Business Intelligence, CRM und SCM mit Schwerpunkt auf SAP und in der Darstellung aktueller IT-Trends wie SaaS, Cloud Computing oder Enterprise Mobility. Er schreibt insbesondere über die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen IT und Business und die damit verbundenen Transformationsprozesse in Unternehmen.
Anzeige  Mittelständische Firmen wickeln mobile IT-Prozesse mit Smartphones, Laptops oder Notebooks ab. Tablets werden kaum eingesetzt. Durch Bring your own Device (ByoD) soll sich dies ändern.
Mittelständische Firmen setzen Tablet-PCs bislang noch wenig zur Abwicklung mobiler Geschäftsprozesse ein.
Mittelständische Firmen setzen Tablet-PCs bislang noch wenig zur Abwicklung mobiler Geschäftsprozesse ein.
Foto: Techconsult

Immer mehr Mitarbeiter in mittelständischen Unternehmen erledigen tägliche Aufgaben mit mobilen Endgeräten, über die sie Zugriff auf die Prozesse in den Backend-Lösungen haben. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Business Performance Index (BPI) Mittelstand 2013" von Techconsult. Für die Erhebung befragte das Marktforschungsunternehmen nahezu 1.500 mittelständische Firmen der Branchen Fertigung, Handel und Dienstleistung in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

ByoD soll Tablet-Einsatz pushen

Laut BPI setzen bereits 30 Prozent der Umfrageteilnehmer Smartphones ein, damit Mitarbeiter Arbeitsprozesse auch unterwegs durchführen können. Ebenso viele verwenden dafür einen Laptop oder Net- und Ultrabooks. Auffallend ist, dass erst wenige mittelständische Firmen Geschäftsprozesse mobil per Tablet-PC abbilden. Lediglich sieben Prozent setzen derzeit auf diese Gerätekategorie. Die Studienautoren rechnen aber damit, dass die Anzahl der Tablets in Unternehmen künftig steigt. Der Grund: Immer mehr Mitarbeiter würden private Mobilgeräte nach der Devise "Bring your own Device (ByoD)" auch für berufliche Aufgaben nutzen. Acht Prozent der befragten Mittelständler nutzen zudem Mobilgeräte wie Funkscanner.

Typische Anwendungsbereiche für mobile Geschäftsprozesse sind von Branche zu Branche unterschiedlich. Die Fertigungsindustrie bevorzuge mobile Prozesse vor allem in den Bereichen Kundenbeziehungsmanagement und Kundenservice. Für Dienstleister sei der mobile Zugriff auf die IT-Kernsysteme in Vertrieb und Marketing sowie bei der Produkt- und Serviceentwicklung relevant. Für den Handel stellte die Studie keine eindeutigen Präferenzen bei der Umsetzung mobiler Geschäftsprozesse in einzelnen Geschäftsbereichen fest. Insgesamt würden alle Bereiche als relativ gleich relevant angesehen.

Inhalt dieses Artikels