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T-Systems zieht Outsourcing-Auftrag von Vorwerk an Land

18.09.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - T-Systems gelang es, den vierten Großauftrag innerhalb von drei Monaten abzuschließen: Der IT-Service-Tochter der Deutschen Telekom soll ab nächstem Jahr für die Vorwerk Unternehmensgruppe weltweit die komplette IT betreiben. Gleichzeitig übernimmt T-Systems bereits ab 1. Oktober von Vorwerk die Wuppertaler IT-Tochter Zeda mit 200 Mitarbeitern. Unter der Führung der Telekom-Tochter sollen die beiden Zeda Geschäftsbereiche Bankensoftware und SAP-Dienstleistungen im Bereich der Variantenfertigung fortgeführt werden.

Die Geschäftspartner haben am Dienstag bereits eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, die Vertragsdetails sollen in den kommenden Wochen ausgearbeitet werden. Das Auftragsvolumen beläuft sich laut T-Systems auf einen dreistelligen Millionenbetrag. Über weitere Einzelheiten wie die Laufzeit des Vertrags wurde Stillschweigen vereinbart. Wie aus der Pressemitteilung hervorgeht, handle es sich jedoch um eine "langfristige" Partnerschaft.

T-Systems biete Zeda eine klare Perspektive und sei ein starker Partner für Vorwerks weltweite IT-Erfordernisse, begründete Vorstandsmitglied Wolfgang Ballmann die Entscheidung seines Konzern. Die in Wuppertal ansässige Vorwerk Unternehmensgruppe beschäftigt insgesamt 46.000 Mitarbeitern und hat sich auf die Herstellung von Staubsaugern und Teppichen spezialisiert. Daneben ist sie aber unter anderem auch im Bereich der Gebäude- und Finanzdienstleistungen tätig.

Bereits in den vergangenen Monaten hatte T-Systems drei bedeutende Aufträge an Land gezogen. Mit dem Autokonzern DaimlerChrysler verlängerte der IT-Dienstleister ein Outsourcing-Abkommen, das ein Volumen von rund 1,2 Milliarden Euro besitzt. Daneben konnte das Frankfurter Serviceunternehmen die WestLB und Airbus als Kunden gewinnen. (mb)