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T-Systems und Uni Osnabrück stellen digitales Wahlsystem vor

18.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Forschungsgruppe Internet-Wahlen der Universität Osnabrück (UOS) hat mit T-Systems ein elektronisches Wahlsystem entwickelt. Mit einem Tablet-PC ausgestattet können Delegierte auf Veranstaltungen künftig drahtlos und schnell über Anträge abstimmen oder Wahlen durchführen. Das System mit Namen "i-Vote(A)" präsentierten die beiden Entwicklungspartner erstmals auf der Europa-Delegiertenkonferenz und anschließend auf dem Bundesparteitag der SPD.

Das digitale Auszählsystem funktioniert so: Neben einem etwa DIN-A-4 großen Tablet-PC erhalten Delegierte eine Signaturkarte, die die Abstimmungsberechtigung prüft. Auf dem berührungssensitiven Display des Rechners können mit einem elektronischen Stift Eingaben durchgeführt, also etwa auch Abstimmungen erledigt werden. Die Datenübertragung funktioniert drahtlos. Das Abstimmungsergebnis liegt sodann unmittelbar bevor und kann auf Monitoren und via Beamer auf Großleinwänden wiedergegeben werden.

Sollten beispielsweise abstimmungspflichte Anträge verändert werden, lassen sich neue Versionen derselben ebenfalls drahtlos auf die Tablet-PCs überspielen. Über modifizierte Anträge kann dann wieder abgestimmt werden.

Die erforderliche Sicherheit der Stimmübermittlung und die Anonymität bei der Stimmabgabe gewährleistet das im Hintergrund laufende Wahlprogramm "i-Vote". Dieses wurde von Professor Dieter Otten von der UOS entworfen. Bis 2004 wollen die Universität Osnabrück und T-Systems die Software zur Serienreife bringen. (jm)