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T-Systems dominiert deutschen Outsourcing-Markt

21.09.2004

Mit einem Anteil von knapp 18 Prozent hielt die Telekom-Tochter T-Systems im Jahr 2003 mit Abstand die führende Position im deutschen Outsourcing-Markt. Zu diesem Ergebnis kommt das britische Marktforschungsinstitut Ovum in einer aktuellen Studie. Der Frankfurter IT-Dienstleister erzielte rund ein Drittel seiner Umsätze mit Outsourcing-Services, davon stammen rund 40 Prozent von der Konzernmutter Telekom. Ovum berücksichtigte für das Ranking nur die Umsätze außerhalb des Konzerns, was die starke Stellung des deutschen Players unterstreicht.

Auf Platz zwei rangiert IBM, der weltweit größte IT-Serviceanbieter, gefolgt von Siemens Business Services (SBS) und EDS. Gemessen am Umsatz liegen die nachfolgenden Anbieter auf den Rängen fünf bis zehn enger zusammen, so Ovum. Deren Outsourcing-Einnahmen bewegten sich zwischen 100 und 165 Millionen Euro. Diese Gruppe führt Hewlett-Packard (HP) an. Auf den Plätzen folgen Triaton, Capgemini, Lufthansa Systems, CSC und Atos Origin.

Nach der Übernahme von Triaton im Februar 2004 räumen die Briten insbesondere HP Wachstumschancen ein. Der kalifornische IT-Konzern könne sich zu einem ernsthaften Konkurrenten für SBS und EDS entwickeln. Aufgrund der starken Präsenz im deutschen Markt ergäben sich auch für Lufthansa Systems gute Perspektiven. Neben IBM gelang es im vergangenen Jahr nur der Lufthansa-Tochter, Marktanteile hinzu zu gewinnen. Insgesamt wuchs der deutsche Outsourcing-Markt laut Ovum im Jahr 2003 um neun Prozent auf ein Umsatzvolumen von 9,87 Milliarden Euro. (wh)