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T-Systems auf der Medica

11.11.2005
Dienstleister präsentiert integriertes Krankenhaus-Informationssystem im Baukastenprinzip.

T-Systems stellt zur Medica in Düsseldorf (16. bis 19 November) erstmals eine standardisierte Version des integrierten Krankenhaus-Informationssystems (KIS) vor. "Easy run für i.s.h.med" besteht aus vorkonfigurierten Bausteinen und lässt sich daher laut Anbieter im Vergleich zu anderen KIS-Systemen in kürzerer Zeit einführen. Damit eignet sich die Lösung insbesondere für kleinere und mittelgroße Krankenhäuser, die den Aufwand für ein integriertes klinisches System bisher gescheut haben.

Die vordefinierten Komponenten beruhen auf in der Praxis bewährten Modulen von i.s.h.med und lassen sich auf eine Vielzahl von Krankenhäusern übertragen. Dazu gehören klinische Arbeitsplätze für Stationen oder Ambulanzen, eine OP-Planung, die Anbindung an Laborsysteme oder die medizinische Dokumentation. Diese Arbeitsbereiche eines Krankenhauses sind durch Standardprozesse abgebildet, für die zum Beispiel Eingabemasken und Musterausdrucke für die Krankenakte bereits vorhanden sind. Die standardisierten Funktionen unterstützen und steuern den gesamten Behandlungsprozess eines Krankenhauspatienten.

Ein Schwerpunkt von Easy run für i.s.h.med ist das OP-Modul, das die komplexen Arbeitsabläufe in dem Bereich unterstützt. So lassen sich nicht nur die eigentlichen Operationen planen, sondern im gleichen Zug auch die jeweiligen stationären Aufnahme- sowie ambulanten Besuchstermine. Der integrierte OP-Plan hilft, die OP-Ressourcen optimal auszunutzen. Dazu erhalten OP-Koordinatoren die Informationen über die geplanten Neuaufnahmen bereits Tage oder Wochen vorher. Dadurch lässt sich in vielen Fällen der Abstand von der Aufnahme eines Patienten bis zu seiner Operation verringern. Für den klassischen Papierweg bietet die Software praxiserprobte Dokumente wie OP-Bericht und -Protokoll.

Für einige Leistungsstellen verknüpft die Lösung direkt die medizinischen Daten eines Patienten, wie endoskopische oder sonografische Befunde, mit den administrativen Daten. Dazu gehören Informationen zum Versichertenstatus. Die Stationen oder Ambulanzen beauftragen zum Beispiel aus dem System heraus die Leistungsstellen, die dann Termine und Ressourcen planen. Die Ärzte können die medizinischen Textbefunde im System erstellen. Dies gilt auch für die Befunde aus Laborsystemen, die Easy run auf Basis des HL7-Standards integriert, ohne dass ein Kommunikations-Server notwendig ist. HL7 ist ein internationaler Standard für den Austausch von Daten zwischen Computersystemen im Gesundheitswesen.

Arztbrief per Mausklick

Die medizinische Dokumentation von Easy run für i.s.h.med bietet auch eine zentrale Arztbrieffunktion mit weiteren Dokumenten für Aufnahme und Befunde. Ärzte können so per Mausklick wichtige Dokumente für die Übergabe an den weiterbehandelnden Kollegen zusammentragen. Textbausteine in Abhängigkeit von definierten Krankheitsbildern beschreiben den Krankheitsverlauf eines Patienten.

Voraussetzung für den Einsatz von Easy run für i.s.h.med ist das Patienten-Management-System von SAP. Zusammen ermöglichen die Systeme einen Datenaustausch zwischen Medizinern, Pflegekräften, DRG-Beauftragten (DRG = Diagnosis Related Groups) und Abrechnungspersonal. (ue)