Umsatz hui, Gewinn pfui

T-Mobile wächst weiter aggressiv in den USA

28.10.2014
In den USA ist T-Mobile mit cleverem Marketing und aggressiver Preispolitik auf Kundenfang. Diese Strategie schlägt sich auch in der Quartalsbilanz nieder: Umsatz hui, Gewinn pfui.

Die US-Tochter der Telekom baut ihre Marktanteile in Amerika weiter aggressiv aus. Im dritten Quartal steigerte T-Mobile US die Kundenzahl um 2,3 auf insgesamt 52,9 Millionen, wie das Unternehmen in der Nacht zum Dienstag mitteilte. Der Umsatz stieg um 9,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 7,4 Milliarden Dollar (5,8 Milliarden Euro).

John Legere, CEO von T-Mobile USA, beim 'Uncarrier-7.0'-Event im September 2014
John Legere, CEO von T-Mobile USA, beim 'Uncarrier-7.0'-Event im September 2014
Foto: Jed Jacobsohn / AP Images for TMO

Aber die Kundenoffensive geht ins Geld: Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen trat im Jahresvergleich auf der Stelle und ging zum Vorquartal um 7,2 Prozent auf 1,3 Milliarden Dollar zurück. Unter dem Strich verlor das Unternehmen von Juli bis September 94 Millionen Dollar nach einem Netto-Verlust von 36 Millionen Dollar im Vorjahr.

T-Mobile US macht als Nummer vier im hart umkämpften US-Mobilfunkmarkt Druck. Gemeinsam mit dem von der japanischen Softbank kontrollierten Wettbewerber Sprint jagt die Telekom-Tochter die Branchenführer Verizon und AT&T.

Die Telekom bietet die Tochter schon länger zum Verkauf an. Bislang kam aber noch keine Offerte, die die Bonner überzeugen konnte. Der französische Internet- und Telefonkonzern Iliad stellte sein Buhlen kürzlich ein, nachdem er zweimal abgeblitzt war. Sprint soll zuvor vor den hohen regulatorischen Hürden zurückgeschreckt sein. (dpa/tc)