Web

 

T-Mobile USA präsentiert Wi-Fi-Kundenzahlen

13.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der derzeit fünftgrößte US-Mobilfunkanbieter T-Mobile USA hat erstmals Nutzerzahlen für die in Starbucks-Cafes, Hotels und anderen Örtlichkeiten betriebenen WLAN-Hotspots veröffentlicht. Nach Angaben der Telekom-Tochter erfreuen sich die rund 5.700 Wi-Fi-Netze in den USA wachsender Beliebtheit. So besuchen inzwischen rund 450.000 Kunden die Hotspots regelmäßig, ein Großteil von ihnen besitzt laut T-Mobile ein Monats- oder Jahresabonnement.

In den vergangenen drei Monaten verbuchte der WLAN-Betreiber etwa drei Millionen Zugriffe. Im Gesamtzeitraum 2004 waren es laut T-Mobile gerade einmal acht Millionen, seit der Aufnahme des Betriebs im Jahr 2002 zirka 15 Millionen. Laut Darstellung von T-Mobile nimmt aber nicht nur die Anzahl der Zugriffe, sondern auch die Nutzungsdauer zu: Surfte der durchschnittliche Hotspot-Nutzer im Jahr 2003 gerade einmal 23 Minuten je Sitzung, waren es ein Jahr später bereits 45 Minuten. In den vergangenen fünf Monaten gingen die Kunden im Schnitt je Session sogar über eine Stunde online. Gleichzeitig verschiebt sich die Zielgruppe, betont Joe Sims, General Manager von T-Mobiles Hotspot-Geschäft: Bei einer steigenden Zahl der Kunden handle es sich nicht mehr um die ursprünglich angepeilten Geschäftsleute, die über die Hotspots am Flughäfen und in Hotels ins Internet gehen. Vielmehr nutzen verstärkt auch Studenten, Rentner, Taxifahrer und andere das Angebot, um E-Mails und Fotos auszutauschen oder Musik und Filme aus dem Web zu laden.

Für T-Mobile USA ist der Erfolg der Wi-Fi-Strategie geschäftskritisch, da die Company im Gegensatz zur Konkurrenz (und der deutschen Schwester) zunächst keine Milliardeninvestitionen in Mobilfunknetze der dritten Generation plant (3G). Neben der Ausbreitung von Breitband-Mobilfunknetzen droht T-Mobile aber auch Gefahr von kostenlosen WLAN-Angeboten, wie sie inzwischen etwa in vielen städtischen Cafes verfügbar sind. Damit die die Kundenzahl wächst, kontert die Company mit der Ausweitung ihrer Reichweite. In der nahen Zukunft sollen über Roaming-Vereinbarungen 39 zusätzliche Airports in den USA und Kanada sowie 525 neue Hotels in vier Bundesstaaten erreicht werden, teilte T-Mobile USA nun mit. (mb)