Telekom-Aktie steigt

T-Mobile USA kann Kundenschwund bremsen

04.04.2013
Gute Nachrichten für die Deutsche Telekom: Ihre Tochter T-Mobile USA hat kurz vor dem geplanten Zusammenschluss mit dem Wettbewerber MetroPCS die Abwanderung von Vertragskunden eindämmen können.
Ladengeschäft von T-Mobile USA
Ladengeschäft von T-Mobile USA
Foto: T-Mobile US

Im ersten Quartal kehrten 199.000 dem viertgrößten US-Mobilfunkanbieter den Rücken, wie T-Mobile USA am Donnerstag mitteilte. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 510.000. Die Nachricht kommt zur rechten Zeit für die Telekom, deren Aktie bis zum frühen Nachmittag in Frankfurt um mehr als zwei Prozent stieg: In der kommenden Woche stimmen die Anteilseigner von MetroPCS über die Verschmelzung mit T-Mobile USA ab. Die Telekom würde die Mehrheit an dem neuen Unternehmen halten. Doch es gibt Widerstände einiger MetroPCS-Großaktionäre.

T-Mobile USA stellt sich unabhängig davon neu auf, um gegen die größeren Rivalen Verizon, AT&T und Sprint Nextel bestehen zu können. Günstigere Tarife bei gleichzeitig wegfallenden Subventionen für neue Handys sollen Kunden anlocken. Zudem baut T-Mobile USA das Netz aus und bietet ab kommender Woche auch Apples Kulthandy iPhone an - das mit Abstand beliebteste Smartphone der USA.

Das bisherige Fehlen des iPhone gilt als einer der Hauptgründe für den Schwund der besonders einträglichen Vertragskunden. Dagegen hatte T-Mobile USA bei den Prepaid-Kunden bis zuletzt zulegen können. Insgesamt hat die Telekom-Tochter knapp 34 Millionen Nutzer. Vor anderthalb Jahren hatten US-Wettbewerbshüter den 39 Milliarden US-Dollar (30 Mrd Euro) schweren Verkauf an AT&T verhindert. (dpa/tc)