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T-Mobile erwägt späteren UMTS-Start

26.05.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wegen anhaltender Probleme erwägt nun auch T-Mobile, den für Herbst geplanten UMTS-Start zu verschieben. Es gehe nicht darum, den Termin um jeden Preis einzuhalten, erklärte Timotheus Höttges, Chef von T-Mobile Deutschland in einem Gespräch mit dem "Handelsblatt", die Kunden sollen keine Versuchskaninchen sein. Höttges ist zwar zuversichtlich, die Kinderkrankheiten der neuen Mobilfunkgeneration in den nächsten Monaten zu beseitigen. Allerdings müssten die konzerneigenen Qualitätskriterien erfüllt sein, so der Deutschland-Geschäftsführer der Telekom-Tochter.

Den Mobilfunkbetreibern bereiten derzeit unter anderem noch die geringe Auswahl an UMTS-Handys sowie die Übergabe von Gesprächen vom GSM- ins 3G-Netz Probleme. Wegen Anlaufschwierigkeiten hat der zweitgrößte deutsche Mobilfunkanbieter Vodafone D2 den ursprünglich für Frühjahr anvisierten UMTS-Beginn inzwischen in die zweite Jahreshälfte verlegt. E-Plus und O2 wollen die Mobilfunkdienste der dritten Generation erst ab kommenden Jahr anbieten.

Laut Vertrag sind die deutschen Lizenzinhaber dazu verpflichtet, bis Ende 2003 25 Prozent der Bevölkerung mit UMTS zu erreichen. Sie müssen die neuen Dienste allerdings nicht aktiv vermarkten. Wenn die technischen Probleme anhalten, könnte die zuständige Regulierungsbehörde für Telefon und Post (RegTP) außerdem ihre Lizenzbedingungen lockern. (mb)