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T-Mobile-Chef spricht sich gegen Regulierung von Mobilfunkmarkt aus

04.04.2006
Die Deutsche Telekom hat sich gegen eine Regulierung von Handy-Gesprächen in Europa ausgesprochen.

Eine solche Regelung sei nicht notwendig, sagte T-Mobile-Chef Rene Obermann am Montag bei einer Veranstaltung der Marktforschungsgesellschaft Gartner in London.

Die Europäische Kommission will die Mobilfunkanbieter zwingen, den Kunden für Gespräche mit dem Mobiltelefon innerhalb der EU ähnlich Preise zu berechnen wie im Heimatland. So genannte Roaming-Gebühren fallen an, weil nationale Anbieter mit ausländischen Unternehmen kooperieren, um ihren Kunden international einen Netzzugang zu bieten. Diese Gebühren schwanken in der EU allerdings stark.

Obermann hatte sich in der Vergangenheit wiederholt für eine Senkung der Roaming-Entgelte ausgesprochen, da nur ein Teil der Kosten auf den Kunden abgewälzt werden können. Alleine die Telekom habe dadurch jährlich Belastungen in dreistelliger Millionenhöhe. Profiteure sind Urlaubsländer wie Italien und Spanien. Vor allem die spanischen Anbieter gelten als Bremsklotz bei den laufenden Verhandlungen.

Nach dem Ausscheiden von Telefonica aus der Mobilfunkallianz "FreeMove" zeigte sich Obermann offen für eine Kooperation mit der spanischen Amena. Die Gesellschaft wurde vor einigen Monaten von France Telecom geschluckt, die bereits der Allianz angehört. Telefonica musste nach der Übernahme von O2 aus dem Verbund ausscheiden. (dpa/tc)