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T-Mobile bleibt dem Radsport treu

09.08.2007
Von pte pte
T-Mobile engagiert sich mindestens bis zum Jahr 2010 für den Profi-Radsport. Diese Entscheidung gab der Telekommunikationskonzern am Donnerstag bekannt.

"Wir wollen durch Kontinuität und Verlässlichkeit ein Zeichen setzen, das dieser Sport benötigt", sagt Hamid Akhavan, Vorstandsvorsitzender von T-Mobile International und Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG. "Wir wollen den Radsport weiter begleiten und ihn beim Kampf für einen sauberen Sport unterstützen", meint Akhavan. Überrascht zeigt sich Reinhard Grohs, Marketing-Experte vom Lehrstuhl für Marketing der Universität Wien, im pressetext-Interview: "Ich hätte mir eher gedacht, dass T-Mobile abspringt, da es eigentlich nicht mehr schlimmer kommen konnte", so Grohs. Dennoch glaubt Grohs, dass dem Radsport in den kommenden Jahren einiges an Geld verloren gehen wird. "Einige Sponsoren werden dem Radsport den Rücken kehren, sobald es etwas ruhiger um das Thema Rad und Doping geworden ist."

Voraussetzung für die Verlängerung des Sponsorings von T-Mobile war die Verpflichtung, für einen sauberen Sport einzutreten und entsprechende Initiativen anzustoßen. So müssen erstmals in der Geschichte eines Sports die Athleten selbst einen finanziellen Beitrag zum Kampf für einen sauberen Sport leisten. Eine vertragliche Klausel verpflichtet die Fahrer und das Management des Teams dazu, einen bestimmten Prozentsatz ihres Gehalts in einen Topf zu zahlen, der von T-Mobile auf einen Gesamtbetrag von einer Mio. Euro aufgestockt und dem Anti-Doping-Kampf zur Verfügung gestellt wird. Außerdem stellt sich das Team künftig für weitere Dopingtests und Studien unter der Leitung externer Fachleute zur Verfügung und soll dabei helfen, Testmethoden zu verbessern.

Natürlich hat T-Mobile diesen Deal nicht ohne Rückversicherung geschlossen. "Die Deutsche Telekom AG behält sich das Recht vor, bei weiteren Dopingfällen das Engagement umgehend zu beenden", heißt es in der neuen Vereinbarung. "Nach offen und intensiv geführten internen Gesprächen sowie Diskussionen mit maßgeblichen Vertretern aus Politik, Medien und Sport haben wir uns dazu entschlossen, die Herausforderungen anzunehmen und vor den aktuellen Schwierigkeiten nicht zu kapitulieren. Wir wussten, dass der eingeschlagene Weg schwer werden würde", erläutert Akhavan die Beweggründe für das Vertrauen in den Radsport. (pte)