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T-Aktien-Verkauf: Deutsche Bank handelte korrekt

08.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Deutsche Bank hat sich bei ihrem umstrittenen Verkauf eines Pakets von 44 Millionen T-Aktien im August dieses Jahres offenbar korrekt verhalten. Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) habe nach eingehender Prüfung des Vorgangs keinen Verstoß seitens der Bank gegen geltende Regelungen feststellen können, erklärte eine Behörden-Sprecherin gestern in Frankfurt am Main. Die "Chinesischen Mauern", die eine strikte Trennung zwischen dem Beteiligungsgeschäft und der Analyseabteilung innerhalb des Geldinstituts sicherstellen sollen, hätten funktioniert. Das BAWe werde jedoch weiterhin untersuchen, ob es in Zusammenhang mit der Transaktion des Aktienpakets zu Insidergeschäfte gekommen sei, so die Sprecherin weiter. Diese Ermittlungen richteten sich allerdings nicht unmittelbar gegen die Deutsche Bank. Es werde vielmehr allgemein geprüft, ob Insider von der Aktienplatzierung wussten und aus ihrem Wissen für sich

selbst Kapital geschlagen haben.

Die Deutschen Bank hatte am 6.August 2001 eine Kaufempfehlung für die T-Aktie veröffentlicht und nur einen Tag später im Auftrag des Hongkonger Mischkonzerns Hutchison Whampoa 44 Millionen Telekom-Papiere an der Börse platziert (Computerwoche online berichtete).