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Systems 2006: Diamant und CSS achten auf Liquidität

05.10.2006
Neue Softwareprodukte der Spezialisten für Rechnungswesen und Finanzbuchhaltung sollen mittelständischen Firmen helfen, ihre finanzielle Situation besser einzuschätzen.

Mit "perspektivischem Controlling" umschreibt die in Künzell ansässige Softwarefirma CSS ein Angebot, das aus Software und Beratungsleistung besteht. Anwender aus der Fertigungsindustrie sollen in die Lage versetzt werden, ihre Kosten-, Ertrags- und Liquiditätssituation besser einzuschätzen. Hierzu werden Informationen unter anderem aus Produktionsplanungs- und Steuerungssystemen (PPS) herangezogen. Laut Hersteller ist es möglich, Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und Ursachenforschung zu betreiben, statt nur die Ist-Situation in Form von Berichten darzustellen.

CSS verwendet neben der eigenen Software "E-Gecko Control" das Produkt "Profit-Manager" des Partnerunternehmens PCC Consulting aus Erbach. Mit dem Tool lassen sich Deckungsbeiträge beliebiger Struktur, etwa Kunden oder Kundengruppen und Artikel ermitteln. E-Gecko hält in einem Data Warehouse hierzu erforderliche Daten vor.

Der Hersteller entwickelt Programme für das Controlling sowie Rechungs- und Personalwesen. Zu den Hauptwettbewerbern zählen Diamant Software aus Bielefeld und die zu Infor gehörende Varial Software AG.

Auch Diamant Software verspricht Liquiditätskontrolle, setzt hier den Schwerpunkt aber auf das Finanz-Controlling. Mit dem überarbeiteten Finanz-Controlling-Modul für das Buchhaltungspaket sei es nun machbar, tagesgenau die Finanzsituation des Unternehmens zu überwachen, zu planen und vorherzusagen. Berücksichtigt werden dabei auch Zahlungsmodalitäten von Kunden und Lieferanten. Laut Anbieter könne jede Belegbuchung in der Liquiditätsvorschau berücksichtigt werden.

Darüber hinaus soll mit der "Diamant Konzernbuchhaltung" Firmen mit der Funktion "automatische Intercompany-Buchung" die Abschlussrechnung leichter fallen. Diamant adressiert mit dem Produkt mittelgroße Konzerne. Firmeninterne Rechnungen werden in der entsprechenden Schwesterorganisation (Mandant) gebucht. Dabei stellt das System eine identische Kontierung auf beiden Seiten sicher, so der Anbieter. Damit werde vermieden, dass Kontierungsdifferenzen den Konzernabschluss verzögern. Lehnt der Rechnungsempfänger den Beleg ab, wird der Aussteller informiert, so dass der Vorgang nicht verloren geht.

Eine weitere Neuheit der Konzernbuchhaltung ist "Cash-Pooling". Es gestattet eine konzernweite Finanzplanung und Zahlungsverkehr. (fn)