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Symantec zieht den Stecker aus dem Appliance-Geschäft

26.06.2006
Der Hersteller will für seine Appliances nur noch die Software liefern.

Die Kursänderung betrifft die Appliances der Reihen "Symantec Gateway Security"(SGS), Symantec Network Security 7100" und "SGS Advanced Manager 3.0". Symantec hat beschlossen, die Hardware für die Sicherheitsgeräte nicht mehr selbst zu entwickeln, sondern nach Partnern Ausschau zu halten, die das übernehmen. Kunden sollen nach wie vor Support erhalten, auch sollen die zugrunde liegenden Techniken weiter entwickelt werden, allerdings mit reduziertem Budget.

Das Unternehmen begründet seinen Schritt mit einer "Änderung in unserer Investitionsstrategie für das Netz- und Gateway-Security-Geschäft". Nach Ansicht von John Pescatore, Vice President bei Gartner, stellten Symantecs Sicherheits-Appliances eine Schwachstelle innerhalb des Produktportfolios des Security-Giganten dar. Es sei nicht gelungen, beispielsweise mit den VPN-Lösungen über den Bereich der kleinen und mittelständischen Unternehmen hinaus auch größere Firmen anzusprechen und damit Konkurrenten wie Cisco, Check Point oder Juniper Paroli zu bieten.

Im Zusammenhang mit dem Kurswechel sollen 80 Mitarbeiter des Unternehmens ihre Kündigung bekommen haben. Unklar ist, ob es auch personelle Konsequenzen auf Management-Ebene geben wird. (ave)