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Symantec wächst mit der Virenangst

20.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Angst vor Viren und anderen Computerschädlingen hat Symantec im dritten Geschäftsquartal 2004/5 (Ende: 31. Dezember) ein deutliches Umsatz- und Gewinnwachstum beschert. Wie der kalifornische IT-Sicherheitsspezialist bekannt gab, kletterte der Nettoprofit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 47 Prozent von 111,5 Millionen auf 163,6 Millionen Dollar oder 16 Cent pro Aktie. Sondereffekte ausgeklammert erzielte Symantec ein Plus von 24 Cent je Anteil. Von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem (Pro-forma-)Profit von 22 Cent gerechnet. Die Einnahmen erhöhte der insbesondere durch seinen Antivirensoftware "Norton" bekannte Hersteller um 41 Prozent auf 695,2 Millionen Dollar - an der Wall Street wurden Erlöse von rund 665 Millionen Dollar erwartet.

"Solide Online-Verkäufe, Rekordabschlüsse mit Unternehmen sowohl bei Menge als auch bei Volumen sowie die unglaubliche Leistung im internationalen Geschäft untermauerten unseren Erfolg im Berichtsquartal", erklärte CEO John Thomson in einer Stellungnahme. Im Detail wuchs das Unternehmensgeschäft um 33 Prozent und steuerte knapp die Hälfte zum Gesamtumsatz bei. Das Privatkundengeschäft machte 52 Prozent der Einnahmen aus und legte gegenüber dem Vorjahr um 49 Prozent zu. 54 Prozent der Erlöse wurden im Ausland erzielt. Nicht zuletzt dank dem schwachen Dollar legten die internationalen Einnahmen im Jahresvergleich um 41 Prozent zu.

Für das laufende vierte Geschäftsquartal rechnet Symantec mit einem Umsatz zwischen 690 Millionen und 710 Millionen Dollar. Der Gewinn je Aktie soll 23 Cent betragen. Gleichzeitig erhöhte das Unternehmen aus Cupertino seine Umsatzprognose für das gesamte Geschäftsjahr von 2,50 auf 2,57 Milliarden Dollar. Angesichts des guten Quartalsabschlusses geht man bei Symantec jetzt außerdem von einem Nettogewinn in Höhe von 80 Cent je Aktie aus. Der Profit vor Sondereffekten wird auf 86 Cent pro Anteil geschätzt. (mb)