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Symantec und Veritas setzen Abstimmungstermin fest

20.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Am Morgen des 24. Juni haben die Aktionäre von Symantec und Veritas auf zwei parallelen außerordentlichen Hauptversammlungen Gelegenheit, über die geplante Übernahme von Veritas durch den IT-Security-Spezialisten abzustimmen. Symantec hatte eigentlich gehofft, die Transaktion vor dem oder am 30. Juni 2005 abzuschließen. Dies ist zwar noch möglich, aber eine Verschiebung auf den 5. Juli (und damit ins zweite Fiskalquartal 2006) ist ebenfalls denkbar.

Beide Unternehmen sind von den Vorteilen ihrer Fusion überzeugt - den Finanzmärkten erschließt sich die unterstellte Konvergenz des Sicherheits- und Storage-Markts bisher aber nicht unbedingt. "Bitte, könnte das mal jemand der Wall Street erklären", sagte deshalb Symantec-Chef John Thompson Anfang des Monats in seiner Keynote-Rede auf der Veritas-Anwenderkonferenz.

Im vergangenen Dezember war der Deal mit ursprünglich 13,5 Milliarden Dollar bewertet worden. Aufgrund des Kursverlustes von Symantec - das Umtauschverhältnis steht fest mit 1,1242 Symantec-Aktien für jeden Veritas-Anteil - beträgt der Kaufpreis jetzt noch etwa 10,5 Milliarden Dollar. Vor der Ankündigung der Übernahme Mitte Dezember notierte das Symantec-Papier bei rund 33 Dollar, zu Anfang Januar gab es bereits auf zirka 25 Dollar nach. "Ich verstehe nicht, warum man so geschoren hat, ich versteh das einfach nicht", jammerte Thompson seinerzeit.

Doch damit nicht genug - der Kurs fiel anschließend sogar noch bis auf 18 Dollar. Nach der Vorlage erfreulicher Quartalszahlen erholte er sich dann wieder in Richtung 21 Dollar. Symantec plant für die kombinierte Firma im Ende März 2006 endenden Geschäftsjahr Einnahmen von fünf Milliarden Dollar. Im Ende März 2004 abgelaufenen Fiskaljahr hätten Symantec und Veritas gemeinsam 3,62 Milliarden Dollar erlöst, für die neun Monate bis Ende Dezember 2004 hätte der kumulierte Umsatz 3,4 Milliarden Dollar betragen. (tc)