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Symantec setzt auf SaaS

19.03.2007
Der kalifornische Security-Anbieter will noch in diesem Jahr Software-as-a-Service-Angebote (SaaS) an den Start schicken. Den Anfang werden voraussichtlich Backup- und Anti-Spam-Dienste machen, so Symantec-CEO John Thompson.

Nach Ansicht von Thompson bieten sich einige der Symantec-Techniken für das SaaS-Modell geradezu an. Ein Beispiel hierfür sei der Bereich Backup, wie Symantecs als Online-Abonnement konzipierter Sicherheits-Service "Norton 360" für Endkunden im Prinzip zeige: Hier könnten Verbraucher zwei GB an digitalen Inhalten wie Fotos in Symantecs Datenzentrum sichern und dort belassen.

Nach einem Bericht des Online-Branchendiensts "Computerwire" will der Sicherheitsanbieter sein SaaS-Angebot in einem nächsten Schritt auf den Markt für kleine und mittelständische Unternehmen ausweiten. So lasse sich beispielsweise mit einem Backup-Service das Band ersetzen, das der Firmenchef auf dem Rücksitz seines Wagens deponiere, erläutert Thompson. Gleichzeitig stelle sich die Frage, ob ein kleiner Betrieb zwingend einen Exchange-Server verwalten oder einen "Spam-Administrator" beschäftigen müsse. Ohne näher darauf einzugehen, welche Softwareservices bei Symantec debütieren werden, verriet Thompson, dass einige davon noch in diesem Jahr an den Start gehen sollen.

Nach Überzeugung des Symantec-Chefs wird der Schritt vom Lizenz- zum Abonnement-Modell letztendlich Früchte tragen. Im Hinblick auf die kurzfristige Ertragsentwicklung dürfte der Weg dorthin allerdings "schmerzhaft" sein, räumte er gegenüber "Computerwire" ein. Zu den bescheidenen Ergebnissen im dritten Fiskalquartal (Ende: 31. Dezember 2006) des Sicherheitsanbieters hätten auch andere, von Symantec nicht zu beeinflussende Faktoren beigetragen. So sei die Zahl der kritischen bis hochkritischen Viren von 100 im Zeitraum zwischen 2002 und 2004 auf sechs in den vergangenen beiden Jahren zurückgegangen - mit entsprechenden Auswirkungen auf die Einnahmen. Mit dem Aufkommen getarnter Angriffe wie Phishing habe sich der Markt für Symantecs Kernprodukte im Bereich Virenschutz schlicht verändert.

Ziel sei es daher, das Symantec-Geschäft vorhersehbarer zu machen. Auf die Frage, wie hoch der Anteil der im Enterprise-Bereich über Subskriptionen erzielten beziehungsweise "bewertbaren" Einnahmen künftig sein soll, antwortete der Symantec-CEO, 60 bis 70 Prozent wären ideal. (kf)