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Symantec legt Patentrechtsklage außergerichtlich bei

19.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf Internet-Sicherheitssoftware spezialisierte US-Anbieter Symantec hat einen seit sechs Jahren andauernden Patentstreit mit Hilgraeve Inc. beendet. Der private Anbieter von Kommunikationssoftware (u. a. Microsofts Hyper Terminal) hatte Symantec (und McAfee) bereits 1997 verklagt, ein 1994 angemeldetes Patent auf das In-Transit-Scannen von mehreren Sicherheitssignaturen verletzt zu haben.

Aufgrund der neuen virtuellen Bedrohungen und dem harten Wettbewerb im Security-Geschäft werde man den Streit nun beilegen, Hilgraeves Patent erwerben und sämtliche andere Patente der Company in Lizenz nehmen, teilte Symantec mit. Chairman und CEO John Thompson erklärte, Hillgraeves Patent auf das In-Transit-Scannen von mehreren Sicherheitssignaturen sei ein essenzieller Bestandteil, um einen umfassenden Schutz vor Viren und anderen Schädlingen zu bieten. Als Resultat der dabei auftretenden Kosten von insgesamt 62,5 Millionen Dollar werde das Ergebnis im ersten Geschäftsquartal 2003/2004 (Ende: 4. Juli 2003) um 9,5 Millionen Dollar oder fünf Cent pro Aktie niedriger ausfallen: Statt einem Nettogewinn von 68 Millionen Dollar oder 41 Cent pro Aktie (Computerwoche online berichtete) soll das Plus nun lediglich 59 Millionen Dollar oder 36 Cent je Anteil betragen, hieß es.

Konkurrenten wie Network Associates und Trend Micro haben bereits früher eine Lizenz des Hilgraeve-Patents erworben. (mb)