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Symantec entschädigt verärgerte Chinesen

25.06.2007
Mit einem fehlerhaften Software-Update hatte Symantec am 18. Mai 50.000 PCs in China unbrauchbar gemacht. Den Betroffenen bietet der US-Konzern nun eine Entschädigung an.

Das fehlerhafte Update hatte die Symantec-Software Norton Antivirus dazu veranlasst, zwei Systemdateien in der vereinfachten chinesischen Lokalisierung von Windows XP als Malware einzustufen und in Quarantäne zu verschieben. Dieser Fehler, den Symantec auf einen "automatisieren Prozess" schon, machte Zehntausende chinesischer PCs unbenutzbar und hatte eine Welle verständlicher Verärgerung zur Folge.

Einige Nutzer, die bei dem Vorfall Daten verloren, forderten anschließend Schadenersatz; mindestens zwei Klagen wurden gegen Symantec eingereicht. Das kalifornische Unternehmen ließ sich mit einer Reaktion aber Zeit und erklärte erst früher in diesem Monat, es prüfe die Schadenersatzansprüche.

Fünf Wochen später zeigt Symantec nun endlich weiteres Entgegenkommen. Es bietet den geschädigten Nutzern eine Jahresverlängerung ihrer Norton-Lizenz plus eine Kopie des Backup-Programms "Norton Save & Restore 2.0" an. Firmenkunden können alternativ abhängig von der Anzahl betroffener Rechner Lizenzen der Disk-Imaging-Lösung "Symantec Ghost Solution Suite" anfordern (erhalten aber keine Antivirus-Vertragsverlängerung).

Symantec bezeichnete den Schritt als "Geste guten Willens". Die chinesischen Nutzer müssen sich allerdings sputen, um diese zu nutzen: Anträge akzeptiert Symantec nur vom 27. Juni bis zum 15. Juli. Der Hersteller machte keine Angaben dazu, warum der Zeitraum so kurz ausfällt. (tc)