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Sybase erfüllt die Erwartungen

21.10.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Standardsoftware-Anbieter Sybase hat für das dritte Quartal seines laufenden Geschäftsjahres einen Nettogewinn von 11,3 Millionen Dollar oder zwölf Cent pro Aktie ausgewiesen nach einem Fehlbetrag von 7,1 Millionen Dollar oder sieben Cent je Anteilschein im Vorjahresquartal (seinerzeit hatte das Unternehmen 15,1 Millionen Dollar Goodwill abgeschrieben). Den Proforma-Gewinn steigerte Sybase übers Jahr von 20 auf 26 Cent pro Aktie und entsprach damit den Erwartungen der Analysten laut Thomson First Call.

Die Branchenkrise ging auch an Sybase nicht spurlos vorüber: Die Quartalseinnahmen gingen im Jahresvergleich von 226,8 Millionen Dollar auf aktuell 203 Millionen Dollar Dollar zurück. Die liquiden Mittel des Unternehmens summierten sich zu Ende September auf 366,9 Millionen Dollar; im Laufe des Quartals kaufte die Firma für knapp 40 Millionen eigene Aktien zurück. Als neue Kunden wurden unter anderem AT&T Wireless, Salomon Smith Barney, Heineken, Networks und die U.S. Navy sowie verschiedene Unternehmen im asiatisch-pazifischen Raum gewonnen werden.

In China engagiert sich Sybase, dessen CEO John Chen dort familiäre Wurzeln hat, gemeinsam mit Peoplesoft in letzter Zeit verstärkt (Computerwoche online berichtete). Der frühere Datenbankanbieter hat sein Portfolio deutlich ausgebaut und offeriert inzwischen unter anderem Software für Enterprise Portals, mobile und drahtlose Lösungen sowie EAI (Enterprise Application Integration). (tc)