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Swisscom: Aktien-Erlöse steigern Nettoprofit um das Doppelte

24.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Durch den Verkauf von 25 Prozent der Anteile ihrer Mobilfunksparte an Vodafone konnte die Swisscom AG im ersten Halbjahr 2001 ihren Nettogewinn mehr als verdoppeln. Der Profit des TK-Unternehmens kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 1,59 Milliarden Euro auf 3,52 Milliarden Euro. Einen hohen Beitrag leisteten dabei die 2,56 Milliarden Euro, die der Verkauf von Mobil Com-Aktien einbrachte, weitere 345 Millionen Euro stammten aus der Veräußerung von Immobilien.

Zurzeit führt Swisscom nach eigenen Angaben mehr als 6,5 Milliarden Euro in seiner Kriegskasse und sucht verzweifelt nach Investitionsmöglichkeiten. Laut Präsident Jens Alder hat das Unternehmen aber nach sechs Monaten intensiver Recherche und Begutachtung von mehr als hundert potentiellen Anlageobjekten noch keines gefunden, das den Investitionskriterien gerecht wird. Alder rechnet jedoch damit, das die mit Schulden beladenen Konkurrenten in den kommenden Monaten Geschäftsbereiche abstoßen müssen. Als letzte Möglichkeit zieht das Unternehmen auch einen Aktienrückkauf in Betracht. Der Schweizer TK-Konzern ist noch zu 66,5 Prozent im Besitz des Bundes. Dass die Swisscom AG im Gegensatz zu vielen europäischen und US-amerikanischen Telefongesellschaften gut aufgestellt ist, ist eine Kombination aus Glück und gutem Management: Das Unternehmen erwarb die Schweizer UMTS-Lizenz überraschend günstig und beteiligte sich aus Kostengründen nicht an

der Endrunde der Versteigerung um die deutsche Lizenz.

Für das laufende Jahr erwartet Swisscom einen weiteren Anstieg des Preisdruck und sinkende Margen. Die Eidgenossen sind jedoch optimistisch, ihr angestrebtes Ziel, nämlich das Ebitda-Ergebnis des Vorjahres von 2,63 Milliarden Euro und die Gewinnmarge von 28,7 Prozent zu halten.