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Swift geht auf Nummer sicher

05.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Value-Added-Network-Dienstleister Swift (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication), der den Datenaustausch zwischen Kreditinstituten abwickelt, hat seinen Exklusivvertrag mit dem Carrier Global Crossing aufgelöst. Aufgrund der herrschenden Unsicherheit im Bereich der Telekommunikationsindustrie wolle man lieber auf das eigene SIPS-Netz als Backbone für die Transaktionen zurückgreifen, hieß es. Damit umschrieb Swift elegant die Pleite des Carriers: Global Crossing hat Ende Januar Gläubigerschutz beantragt und soll gegenwärtig saniert werden. Laut einer Stellungnahme von Swift-CEO Leonard Schrank ist der Dienstleister “von Plan A zu Plan B” gewechselt: Bei A stand Global Crossing im Zentrum der Backbone-Strategie, bei B ist es hingegen Swift. Künftig wolle man Verträge mit mehreren Anbietern von

IP-Netzen abschließen, die als Gateways zu den Kunden fungieren sollen: “Wir gehen den Weg des geringsten Risikos bei akzeptablen Kosten”, so Schrank. Der Exklusivvertrag mit Global Crossing hielt knapp 14 Monate. Vorerst soll der Carrier jedoch einige Services weiterliefern. Im vergangenen Jahr hat Swift rund 1,53 Milliarden Messages für Banken, Broker und Finanzdienstleister abgewickelt. (ajf)