SVG tiny 1.2: bessere Vektorgrafik für mobile Endgeräte

14.08.2006
Der neue SVG tiny-Standard des W3C wird die FlashLite-Konkurrenz stärken: Stylesheets, eingebettete Animationen, Scripting und Opazität sind die wichtigsten Neuerungen, von denen in erster Linie Handys profitieren sollen.

Nicht mehr lange wird es dauern, bis die neue Version des "kleinen" SVG-Standards SVG tiny die nächsthöhere Versionsnummer erreicht. Das Konsortium W3C vergab kürzlich dem aktuellen Bearbeitungsstand den Titel "Candidate Recommendation", jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Entwickler entsprechender Clients endgültig auf eine Empfehlung des Gremiums vertrauen können. Im Gegensatz zu Version 1.1, die seit über 3 Jahren in umsetzbarer Form vorliegt und bereits von vielen Handys und Tool-Herstellern unterstützt wird, wird SVG tiny 1.2 nicht mehr in zwei Profile geteilt: ganz gleich, ob man ein Multimedia-Handy oder einen Handheld-PC nutzt, beide werden mit der gleichen Datei umgehen können.

SVG tiny 1.2 wird unter anderem Video- und Audio-Embedding kennen und mit objektgebundener Transparenz und Scripts umgehen können. Dabei ist zunächst ausschließlich die Anbindung von Actions in ECMAScript (JavaScript) oder "echten" Java-Klassen vorgesehen, die direkt im SVG-Code referenziert werden. Mit ihrer Hilfe lässt sich auch ein komplexer programmatischer Background hinter SVG-Filmchen legen, was insbesondere Spiele-Entwicklern neue Möglichkeiten erschließt. Mit Hilfe von XSL-ähnlichen Stylesheets lässt sich das Aussehen der SVG-Darstellung anpassen, um sie beispielsweise auf ein bestimmtes Look&Feel oder eine neue Corporate Identity anzupassen.

Inhalt dieses Artikels