Suse vergrößert das Portfolio

Ludger Schmitz ist freiberuflicher IT-Journalist in Kelheim. Er ist spezialisiert auf Open Source und neue Open-Initiativen.
Seit der diesjährigen Frankfurter Linux-World hat die Suse Linux AG ihr Produktangebot bedeutend erweitert.

Der Nürnberger Linux-Distributor versucht, mit einer vorkonfigurierten Netzwerklösung für 990 Euro in kleinen und mittelgroßen Unternehmen besser Fuß zu fassen. Der "Linux Connectivity Server" eignet sich sowohl für File- und Druckdienste in heterogenen Firmennetzen als auch zur Realisierung eines Intranets und zur sicheren Anbindung eines Unternehmens an das Internet. Der Zielgruppe entsprechend wurde Wert auf einfache Installation und Verwaltung der Server-Dienste per grafischer Benutzeroberfläche gelegt.

Linux-, Windows- und Apple-Rechner können mit Hilfe der weitgehend konfigurierten Dienste "Samba" und "Netatalk" gemeinsam Festplatten und Drucker nutzen, ohne dass Änderungen an den Client-Systemen erforderlich wären. Durch "Masquerading" können sich mehrere Rechner eines Firmennetzes eine ISDN- oder ADSL-Verbindung zum Internet teilen. Der Proxy-Dienst verhindert gegebenenfalls den Zugriff auf unerwünschte Web-Sites. Eine Firewall ist integriert.

Geschäftlich besonders vielversprechend ist ein Abkommen mit Big Blue, wonach Suse sämtliche rund 50 Linux-Softwareprodukte der IBM vertreiben darf. Europaweit wurde Suse zum Hauptdistributor für den Vertrieb der Linux-Versionen von DB2-, Websphere-, Lotus- und Tivoli-Produktfamilien ernannt. Ferner wird Big Blue den Vertrieb von gebündelten Suse- und IBM-Produkten unterstützen und entsprechende Aufträge grundsätzlich über Suse ausliefern. Es handelt sich dabei um die Kombinationen "Suse Linux Groupware Server" mit "Lotus Domino R5", "Suse Linux Database Server" mit IBMs "DB2 Universal Database" und "Websphere Commerce Suite 5.1" über Suse ausliefern.